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Wuppertaler wollen sich mehr engagieren

Ehrenamt : Wuppertaler wollen sich mehr engagieren

Der Hilfsbedarf in der Stadt ist groß. Das Zentrum für gute Taten vermittelt.

„Bürgerengagement in den Stadtquartieren“ hieß das Thema, zu dem Angelika Leibnitz von der Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement und Leo Braunleder, ehrenamtlicher Helfer im Zentrum für gute Taten, am Mittwochabend in die Volkshochschule in der Auer Schulstraße eingeladen hatten. Der Einladung gefolgt waren viele Mitarbeiter aus den zehn Stadtquartieren, sie fanden in Leibnitz und Braunleder dann auch die kompetenten Gesprächspartner.

Angelika Heckel, die seit drei Jahren in Vohwinkel wohnt, erklärte: „Ich möchte mich gerne ehrenamtlich engagieren.“ Die gebürtige Mülheimerin, die sich in Wuppertal sehr wohl fühle, will ihrer Heimat dadurch etwas zurückgeben. Dazu bietet etwa das Zentrum für gute Taten auf der Höhne in Barmen ausreichend Möglichkeiten. „Wir haben in unserer Ideenbörse rund 1000 Angebote parat und verstehen uns als Vermittlungsagentur“, erklärte Angelika Leibnitz. Rund 450 Vereine hätten sich auf der Suche nach Unterstützung bereits an das Zentrum gewandt.

Nach der Werbung kommen immer mehr Freiwillige

„Nachdem wir für uns Werbung gemacht haben, kommen die Interessenten jetzt zu uns und wollen ehrenamtlich helfen“, stellt Braunleder dem guten Willen der Wuppertaler ein großartiges Zeugnis aus. „Was das angeht, hat Wuppertal ein Alleinstellungsmerkmal in NRW“, stellte Leibnitz mit einem gewissen Stolz fest.

Die Angebote für sinnvolle gemeinnützige Tätigkeiten sind vielfältig. „Altenheime wünschen sich oft Menschen, die den Bewohnern etwas vorlesen oder mit ihnen die Freizeit gestalten“, so Angelika Leibnitz. „Der Sauerländische Gebirgsverein braucht Freiwillige, die die verblassten Wanderzeichen an den Bäumen wieder auffrischen“, nennt ihr Kollege ein anderes Beispiel und berichtet dabei, dass die potenziellen Helfer in sämtlichen Altersgruppen zu finden sind. „Viele Studenten sind dabei, aber auch Rentner, die in ihrer reich bemessenen Freizeit mindestens einmal pro Woche etwas für die Allgemeinheit tun möchten.“

Gesucht werden auch Helfer in den Hospizen. „Die werden natürlich eingehend auf diese verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereitet, wobei auch eine psychische Stabilität für den Umgang mit den Menschen auf dem letzten Stück ihres Lebensweges erforderlich ist.“

Angelika Heckel hörte die Ausführungen mit Interesse und bot erneut ihre Hilfe an. Man kann davon ausgehen, dass auf die Vohwinkelerin auch in ihrem Stadtteil ein reiches Betätigungsfeld wartet. Angelika Leibnitz hatte eigentlich vor, an einem NRW-weiten Netzwerktreffen auf dem Gebiet der ehrenamtlichen Hilfe in Köln teilzunehmen. „Doch das wurde wegen der Corona-Gefahr abgesagt.“