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Wuppertaler Krisenstab will bei Tests an Schulen auf weitere Corona-Maßnahmen verzichten

Auch Tests in Kitas und Impfungen in Hausarztpraxen : Wuppertaler Krisenstab will bei Tests an Schulen auf weitere Corona-Maßnahmen verzichten

Der Wuppertaler Krisenstab will keine weiteren Verschärfungen umsetzen, wenn das Land eine Testpflicht einführt.

Wenn das Land NRW eine Schnelltestpflicht für die Schulen einführt und positiv getestete Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen, wird die Stadt Wuppertal keine weiteren verschärfenden Maßnahmen auf den Weg bringen, teilt der Krisenstab der Stadt am Dienstagnachmittag mit.

Damit sollen Schulen den Wechselunterricht nach den Osterferien besser planen können. „Natürlich steht alles unter dem Vorbehalt hochschießender Inzidenzzahlen oder möglicher Lockdown-Entscheidungen auf der Bund-Länder-Ebene“, betonten Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Krisenstabsleiter Johannes Slawig. Das Land hat für Donnerstag eine Testpflicht-Regelung angekündigt.

Der Beschluss des Krisenstabs, auch in den Kitas auf ein umfassendes Testkonzept zu setzen, soll zum 19. April umgesetzt sein. Grund sind angestiegene Fallzahlen bei den betreuten Kindern, die offenbar auf die britische Variante zurückzuführen sind. Zunächst sollen die Abläufe in Abstimmung mit Experten des Gesundheitsamtes in einer Pilot-Einrichtung eingeübt und genau beschrieben werden.

Die Betreuungsquote liegt laut Stadt bei 30 Prozent. Wenn die Kitas wieder voller werden, sollen die Lolli-Tests für die Kinder zweimal in der Woche auf freiwilliger Basis angeboten werden. Ergänzt wird die Test-Strategie durch Selbsttests für die Beschäftigten. Diese will die Stadt als Arbeitgeber nicht nur in den Kitas, sondern ab der kommenden Woche allen Mitarbeitern in Risiko-Arbeitsbereichen anbieten. Bezüglich der Lolli-Tests erhalten die Freien Kita-Träger das Angebot, das Organisations- und Logistikkonzept der Stadt auf eigene Kosten zu übernehmen.

Unterdessen laufen die Impfungen weiter. Rund 62.000 Impfungen hat das Team im Impfzentrum am Campus Freudenberg inzwischen verimpft. Aktuell läuft der Betrieb laut Stadt mit 1450 Impfungen täglich auf Höchstniveau. Dazu kommt ab dem 7. April der Impfstart in den Arztpraxen, für den die Feuerwehr die Verteilung der Dosen übernimmt.