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Wuppertal: Kommentar zu der Buga

Kommentar : Risiko und Vertrauen

Redakteur Andreas Boller über die Buga-Abstimmung.

45.000 haben schon abgestimmt, mehr als 200.000 Stimmberechtigte haben noch die Wahl. Bis zum 29. Mai wird die Mehrheitsentscheidung fallen, ob sich Wuppertal für die Buga 2031 bewerben wird - und damit den Zuschlag für die Ausrichtung erhalten würde. Doch worüber stimmen die Wuppertalerinnen und Wuppertaler überhaupt ab?

Nur wenige Anwohner wären von den Plänen im Bereich Tesche, im Zooviertel, auf der Königshöhe oder auf der Kaiserhöhe direkt betroffen. Einige werden sich die Hängebrücke wünschen, andere solche Ideen eher verwünschen. Für die große Mehrheit stellt sich allein die Frage, ob sie der Stadt zutrauen, ein solches Projekt zu finanzieren und im Kostenrahmen umzusetzen.

Es kursieren Kostenberechnungen zwischen 70 und 120 Millionen Euro. Beide Berechnungen gleichen dem Blick in die Glaskugel. Niemand weiß, was im Jahr 2031 ein Liter Benzin kosten wird und ob man dann noch ein Auto fährt, das man mit Sprit betanken kann. Was Wuppertal die Buga kosten würde und wie Stadt und Bewohner davon profitieren könnten – das ist in bewegten, unsicheren Zeiten reine Spekulation. Nur eines ist sicher: Wir werden es nie erfahren, sollten beim Bürgerbegehren mehr Menschen mit „Ja“ als mit „Nein“ abstimmen.