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Wuppertal: Kommentar zu den Folgen des Klimawandels​ im Wald

Kommentar : Kluge Maßnahmen

WZ-Redakteurin Katharina Rüth über die spür- und sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels in Wuppertal.


Schon seit den 90er Jahren bauen die Förster die Wälder um, bereiten sie auf den Klimawandel vor. Das ist einerseits gut, denn das verhindert vielleicht verheerendere Folgen der häufigeren Dürren. Aber es macht auch nachdenklich: Wenn man sich doch schon so lange der Folgen bewusst ist, wäre dann nicht ein früheres Umsteuern die bessere Wahl gewesen?

Diese Frage ist müßig. Die zunehmenden Kosten des Klimawandels sollten uns aber zumindest jetzt motivieren, Schlimmeres zu verhindern. Das Leiden der Bäume ist ein Warnsignal. Uns mögen auf den ersten Blick die vielen Sonnentage gefallen, an denen wir uns im Freibad oder im Straßencafé wie im Urlaub fühlen können.

Auf den zweiten Blick ist klar, dass Hitze und Trockenheit viele dunkle Seiten haben: Das Leiden von kranken und alten Menschen, von Tieren und Pflanzen, die nicht für diese die Temperaturen gemacht sind, die Gefährdung von Biotopen und von Nahrungsmitteln, am Ende auch die Gefährdung von menschlichem Lebensraum.Wir müssen beides angehen: den Trend der Klimaerwärmung stoppen und die Folgen durch kluge Maßnahmen abmildern – in den Städten etwa durch mehr Grün, gern auch in neuen Formen. Das muss uns auch Geld wert sein.