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Totschlag mit einer Schere in Wuppertal: Prozess beginnt am 17. März

Gericht : Prozess um Totschlag mit einer Schere beginnt

Am Mittwoch hat vor dem Landgericht Wuppertal der Prozess um ein Tötungsdelikt begonnen. Ein 19-Jähriger soll seinen Bekannten (23) mit einer Schere umgebracht haben.

Laut Anklage hat er im Streit auf seinen Gegner eingestochen, ihn dabei ins Herz und in die Leber getroffen. Der 23-Jährige starb an dem Blutverlust.

Seinen Tod habe der Angeklagte bei dem Angriff billigend in Kauf genommen, so die Staatsanwaltschaft, deshalb wird ihm Totschlag  vorgeworfen. Der junge Angeklagte schweigt im Prozess. Er werde keine Angaben machen, erklärte sein Verteidiger.

 Am 4. Oktober 2020 hat sich die Tat an der Irmgardstraße ereignet.
Am 4. Oktober 2020 hat sich die Tat an der Irmgardstraße ereignet. Foto: Tim Oelbermann

Die Polizei war an dem 4. Oktober 2020 gegen 4 Uhr morgens alarmiert worden, dass eine hilflose Person vor dem Apartmenthaus an der Irmgardstraße in Barmen liegt -.an der Seniorenwohnanlage Am Springer Bach.

Polizisten berichteten als Zeugen im Prozess, dass der Mann in einer Blutlache lag und sie Wiederbelebungsversuche unternahmen. Ein Rettungswagen brachte den Mann in ein Krankenhaus, wo schließlich sein Tod festgestellt wurde.

 Als mögliches Tatwerkzeug fiel den Polizisten früh eine Schere auf dem Boden in der Nähe des Verletzten ins Auge. Auf dem Boden war zudem eine längere Blutspur erkennbar, die von der Straße Richtung Wohnhaus führte. Weiter entfernt von dem Opfer gab es eine größere Lache mit Glassplittern eines Parfumflakons.

Ein Kriminalbeamter berichtete, dass bei seinem Eintreffen am Tatort Kollegen bereits einen Verdächtigen im Auto hatten. „Er hat sich gerade gestellt“, habe ihm der Kollege mitgeteilt. Sie brächten ihn jetzt zur Wache.

Mehrere Zeugen hätten ihm dann von einem Streit in der Nacht erzählt, so der Kripobeamte. Ein Bewohner des Apartmenthauses habe berichtet, dass zwei Bekannte bei ihm in seinem Apartment gewesen seien und gestritten hätten. Er habe sie dann weggeschickt, weil er schlafen wollte.

Einer der Kontrahenten habe im Streit auch ein Wodkaflasche ergriffen, welcher, daran könne er sich nicht mehr erinnern. Zu Handgreiflichkeiten sei es in der Wohnung aber nicht gekommen. Danach habe das Apartment auch nicht ausgesehen, so der Kripo-Beamte.

Für den Prozess sind noch acht weitere Verhandlungstage vorgesehen, das Urteil ist für den 20. Mai geplant.

(kati)