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Streckenverlängerung der S28 bringt mehr Freiheiten für Pendler

Streckenverlängerung der S28 : Mehr Freiheiten für Pendler

Die Streckenverlängerung der S28 bringt unserer Volontärin mehr Freiraum, Flexibilität und mehr Argumente, den ÖPNV zu nutzen.

Vom nächsten S-Bahnhof in Düsseldorf zum Wuppertaler Hauptbahnhof fährt die Bahn knapp 25 Minuten. Überfüllt ist sie selten, Verspätungen am Morgen gibt es so gut wie keine. Gemütlich aus dem Fenster schauen, ein Buch oder Zeitung lesen, einen Podcast hören. Mein Arbeitsweg am Morgen ist entspannter und umweltfreundlicher als der vieler Pendler. Drei Mal in der Stunde komme ich bequem nach Wuppertal und darf mir auf dem Weg in die Redaktion auch noch ein wenig die Füße vertreten. Aber Abends auf dem Rückweg passiert es nicht selten, dass ich unfreiwillig eine Stunde am Bahnsteig stehe. Bahn ausgefallen. Störung am Zug. Verspätung. Meistens gibt es keine Auskunft, wann und ob es weiter geht. Ab 19 Uhr fahren die S-Bahnen Richtung Düsseldorf sowieso nur im dreißig-Minuten-Takt. Aus 25 Minuten werden häufig 55, manchmal mehr. Dass die Strecke der S28 nun verlängert ist, kommt mir vor allem im Winter gelegen. Wenn es zeitlich mal knapp wird, muss ich nicht hetzen oder ewig in der Kälte stehen, wenn die Bahn vor der Nase weggefahren oder ausgefallen ist. Jetzt habe ich eine zusätzliche Möglichkeit, zeitnah nach Hause zu kommen. Als Pendlerin gibt mir die Streckenverlängerung der S28 mehr Freiraum, Flexibilität und mehr Argumente, den ÖPNV zu nutzen und eben nicht Auto zu fahren. Der abendliche Heimweg könnte so ein ritueller Ausklang werden. Und vielleicht seltener die Ursache für Frostbeulen.