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KVB: Abends und an Samstagen fahren bald mehr Busse und Bahnen

KVB : Abends und an Samstagen fahren bald mehr Busse und Bahnen

Der Fahrplanwechsel der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) am Sonntag, 13. Dezember, soll vor allem durch Taktverdichtungen an Samstagen und in den Abendstunden das Angebot deutlich erweitern. Durch die Abstimmung der Fahrpläne von Stadtbahn-, Bus- und S-Bahn-Verkehr wird der Umweltverbund weiter gestärkt.

Insgesamt werden wöchentlich gegenüber dem Jahresfahrplan 2020 fast 1500 Fahrten mehr angeboten.

Zum Fahrplanwechsel startet zudem mit dem vierjährigen Pilotprojekt „Isi“ ein neues, bedarfsgesteuertes On-Demand-Angebot in Köln, das das bestehende, klassische ÖPNV-Angebot ergänzen wird. „Mit dem Fahrplanwechsel geben wir viele gute Gründe dafür, das Auto stehen zu lassen und in die KVB einzusteigen. Die Taktverdichtungen kommen Köln in der Fläche zugute und stärken durch bessere Anschlüsse den ÖPNV insgesamt“, sagt Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB.

Umweltfreundliche Alternative zum Umstieg in Busse und Bahnen

Mit den Veränderungen soll die Kapazität des ÖPNV spürbar vergrößert werden. Durch dessen Stärkung als umweltfreundliche und nachhaltige Mobilitätsalternative wird dieser noch attraktiver. Die KVB will hierdurch eine weitere Grundlage zum Umstieg in Busse und Bahnen sowie zur Senkung des Anteils des motorisierten Individualverkehrs schaffen.

Zum Fahrplanwechsel wird auf allen Stadtbahnlinien der KVB auch samstags von 9 bis 20 Uhr ein Zehn-Minuten-Takt angeboten und erst dann auf den 15-Minuten-Takt umgestellt. Damit wird auch eine Kompatibilität zum S-Bahn-Verkehr hergestellt, der samstags in der gleichen Zeit in einem 20-Minuten-Takt wie montags bis freitags bedient wird. Die Stadtbahnlinie 18 wird zwischen Klettenbergpark und Buchheim zudem sogar auf auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichtet. Gleiches gilt für die Linie 1 zwischen Junkersdorf und Brück ab etwa 15 Uhr.

Die Außenäste der Linie 7 im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Aachener Straße/Gürtel“ und „Frechen Benzelrath“ sowie der Linie 12 zwischen den Haltestellen „Niehl“ und „Merkenich“ erhalten jedoch jeweils einen 20-Minuten-Takt. Unverändert bleibt zunächst die Fahrtenhäufigkeit am Samstag auf den Linien 16 und 18 südlich der Haltestellen „Sürth Bahnhof“ beziehungsweise „Klettenberg“, jedoch mit zum Teil veränderten Abfahrtszeiten.

Zudem wird auf allen Stadtbahnlinien täglich auch von 23 bis 24 Uhr im 15-Minuten-Takt gefahren. Bisher endet der 15-Minuten-Takt bereits um 23 Uhr, danach gilt bisher ein 30-Minuten-Takt. Des Weiteren wird auf der Linie 16 der 15-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen „Niehl Sebastianstraße“ und „Sürth Bahnhof“ in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen angeboten.

Im Busnetz werden samstags vielfach auch die Takte, wie sie von Montag bis Freitag gefahren werden, übernommen. Im Busbereich wurde jedoch wegen der differenzierteren Nachfrage auf den einzelnen Linien deutlich spezifischer vorgegangen.

Zudem wird samstags der bisherige zeitweilige 60-Minuten-Takt auf den Linien 125 und 126 über die gesamte Strecke sowie auf der Linie 144 zwischen den Haltestellen „Bahnhof Lövenich“ und „Alter Militärring“ auf einen 30-Minuten-Takt verdichtet. An Samstagen wird gegenüber dem bisherigen Fahrplan die Betriebsleistung im Busbereich um rund 21 Prozent gesteigert.

Im Abendverkehr zwischen 23 und 24 Uhr werden die Fahrpläne von insgesamt 23 Linien auf den neuen 15-Minuten-Takt der Stadtbahn ausgerichtet. Darüber hinaus werden auch zu anderen Tageszeiten die Abfahrtzeiten auf insgesamt 36 Linien leicht angepasst.

Auch an den Haltestellen wird sich einiges ändern. Die Haltestelle „Eifelwall“ der Linien 18 und 142 wird in „Eifelwall/Stadtarchiv“ umbenannt. In Meschenich wird auf der Brühler Landstraße in Fahrrichtung Innenstadt ein zusätzlicher Haltepunkt „Meschenich Kirche“ der Linie 132 eingerichtet. Die Haltestelle „Kolkrabenweg“ der Linien 141 und 143 in Fahrtrichtung Kolkrabenweg beziehungsweise Bocklemünd wird auf den Kolkrabenweg verlegt.