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Evangelische Kirche geht mit Energie ins Neue Jahr

Evangelische Kirche geht mit Energie ins Neue Jahr

Auf dem Dach des Gemeindezentrums wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Vohwinkel. "Eine wichtige Investition in die Zukunft" - so beschreibt der Vorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel, Frank Beyer, den Bau der neuen Solarstromanlage auf dem Dach des Gemeindezentrums an der Gräfrather Straße. An zwei Seiten in Südrichtung werden mehr als 100 so genannte Fotovoltaikplatten angebracht, die eine Leistung von fast 18 Kilowatt erreichen. Damit gehört die Anlage in Vohwinkel zu den größeren in Wuppertal. Darauf ist die Gemeinde stolz, auch wenn der entsprechende Finanzaufwand in Zeiten knapper Kassen nicht leicht zu schultern war.

Doch die Ausgaben sollen sich rechnen. Nach spätestens 15 Jahren macht die Kirchengemeinde durch die Einspeisung des Stroms in das Netz der Wuppertaler Stadtwerke einen Gewinn. "Wir haben uns hier selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht, das sowohl ökologisch als auch ökonomisch richtungweisend ist", sagt Frank Beyer.

Beim Klimaschutz müsse auch die Kirche mit gutem Beispiel vorangehen, um CO2- Emissionen einzudämmen, so der Geistliche. Dabei könne auf lange Sicht auch die finanzielle Lage der Gemeinde verbessert werden.

"Wir müssen eben auch an morgen denken", erklärt Beyer. Die Vohwinkeler sind dabei in guter Gesellschaft. 15 evangelische Gemeinden haben sich in Wuppertal bereits für eine Fotovoltaik entschieden. Im Stadtteil war die Erfahrung von Baukirchmeister Wilfried Bernert ein großer Vorteil. Er hat bereits auf seinem eigenen Haus eine Solarstromanlage installieren lassen und kennt sich bestens aus. "Ich habe diesen Schritt nie bereut", so Bernert, der sein Wissen auch am Pfarrzentrum eingebracht hat. Wichtig ist für Frank Beyer, dass die Anlage auch trotz der weiter laufenden Sparmaßnahmen etwa im Bereich Hammerstein von den Gemeindemitgliedern akzeptiert wird. "Deshalb sind wir mit diesem Thema sehr offen umgegangen", berichtet er. "Den Vorwurf, dass wir hier an der falschen Stelle Geld ausgeben, habe ich erfreulicherweise nicht gehört", betont Beyer.

Die Arbeiten an der Gräfrather Straße sind bereits weit fortgeschritten und sollen spätestens gegen Ende des Monats abgeschlossen sein.