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Heiße Duelle am selbstgebauten Kicker

Heiße Duelle am selbstgebauten Kicker

Schüler und Azubis bauten bei Knipex das Spielgerät — um es dann im Turnier zu testen.

Cronenberg. Er ist optisch verbessert, mit einem Kunstrasen ausgelegt und das Gewicht ist reduziert: Der neue Kicker, den vier Auszubildende des Knipex-Werks und sechs Schüler aus Wuppertal im Rahmen des Projekts „Zeit, dass sich was dreht - Der Kicker made by Knipex“ gebaut haben. Das Projekt fand in Kooperation mit dem bergischen Schul-Technikum statt, nun gab es das zweite Kickerturnier in den Räumen des Knipex-Werks, um das Unikat einzuweihen, eingeladen waren Jugendliche von vielen Wuppertaler Schulen.

Begleitet wurde der Nachmittag von einem DJ und einem kulinarischen Angebot inklusive Cocktails und Eis. „Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist die Beleuchtung verändert und andere Zangentypen sind eingesetzt“, sagt Auszubildendenleiter Thorsten Hakert. Es gibt nämlich bereits einen Kicker dieser speziellen Art, eben mit Zangen, die zu Spielern ummodelliert sind, der Mitarbeitern für die Pausen zur Verfügung steht.

„Die Spieler sind bei dem neuen Kicker stabiler geschweißt“, so Auszubildender Mario Mosler, der federführend beim Bau mitgewirkt hat. Die Koordination sei zuerst schwierig gewesen, weil die Azubis zusätzlich Acht auf die Schüler geben mussten. Im Endeffekt habe jedoch alles gut geklappt und „wir haben ihnen viel beibringen können“, sagt Mosler zufrieden. An acht Nachmittagen haben die Schüler und Azubis in der Ausbildungswerkstatt gearbeitet, um den neuen Kicker für das Turnier bereit zu machen.

Die Schüler scheinen froh, die Erfahrung gemacht zu haben: „Ich habe zuvor nie an einer Dreh- oder Fräsmaschine gearbeitet“, sagt Alexa Schneider. Zusammen mit Nils Horath bildeten sie das Team, das für das Schul-Technikum gespielt hat. Beim Eröffnungsspiel gegen die Gewinner vom letzten Turnier mussten sie zwar eine Niederlage einstecken, doch ihren Spaß hatten sie trotzdem. „Es war schwierig, auf dem Kunstrasenboden zu spielen“, erklärt Nils Horath.

„Bei dem Projekt geht es darum, dass die Schüler das Unternehmen kennenlernen“, sagt Simone Jonen vom Zentrum Bergisches Schul-Technikum (BeST). Es war bereits das zweite Projekt dieser Art, das das BeST durchgeführt hat, ein drittes sei in Planung. Die Projekte haben die Intention, Schüler für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu begeistern.