Parkplatzprobleme: Stadt und Starkoch wollen nach Lösungen suchen

Parkplatzprobleme: Stadt und Starkoch wollen nach Lösungen suchen

Volker Mehl will seine Restaurants schließen, nach WZ-Berichterstattung bietet die Stadt Gespräche an. Stadt kann sich vorstellen, dass Ablösesumme in Raten gezahlt wird. Seinen Mitarbeitern hat Volker Mehl bereits gekündigt.

Wuppertal. Dass Volker Mehl seine beiden Restaurants wegen fehlender Parkplätze schließen muss, wie die WZ berichtete, hat viele aufgeschreckt. Bei der Stadt sucht man nun nach Lösungen. Der bekannte Koch will sich auf seine Kochschule konzentrieren.

„Ich habe Herrn Mehl ein Gespräch angeboten“, erklärte Jochen Braun, Leiter des Ressorts Bauen und Wohnen. Unter anderem gebe es die Möglichkeit, die Ablösesumme in Raten zu zahlen.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Mehl sein Bistro an der Friedrich-Engels-Allee und das „Herzstück“ an der Briller Straße schließen will. Er braucht noch Genehmigungen, für die er unter anderem Parkplätze nachweisen muss.

Laut Landesbauordnung braucht eine Gaststätte einen Parkplatz pro sechs bis zwölf Quadratmeter Gastraum, oder es ist eine Ablösesumme zu zahlen. Die beträgt 5200 Euro pro Stellplatz, unter bestimmten Umständen nur 2600 Euro. Das Geld nutzt die Stadt für den Parkplatzbau.

Normalerweise würden solche Fragen vor einer Eröffnung geklärt, erläutert Braun. Volker Mehl hat sein Geschäft nach und nach erweitert, wurde von der Anforderung überrascht, sollte für die Restaurants und seine Kochschule sieben Parkplätze vorweisen.

Das kann er nicht, die Ablöse übersteigt seine Möglichkeiten. Andere Vorschläge habe ihm niemand gemacht. Da er zudem nicht wie geplant den Innenhof am „Herzstück“ nutzen kann, zog er die Reißleine.

Das rief viele Reaktionen hervor. Andreas Mucke, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, bittet die Stadt „um pragmatische Vorschläge“, um „Menschen wie Volker Mehl mit seinem innovativen Konzept“ zu helfen.

Oberbürgermeister Peter Jung verweist auf das geplante Gespräch. Bisher sei das Problem keinem bewusst gewesen. „Es ist gut, dass es jetzt angegangen wird.“ Man müsse sich um jeden Arbeitsplatz bemühen.

Volker Mehl hat seinen Mitarbeitern bereits gekündigt. Für ihn geht es nun um die Kochschule.

Mehr von Westdeutsche Zeitung