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Mehr Grundschüler sollen über Mittag betreut werden

Mehr Grundschüler sollen über Mittag betreut werden

Die Angebote im Offenen Ganztag reichen nicht aus: Die Stadt will nachsteuern und baut Schulen um.

Viele berufstätige Mütter und Väter sind auf die verlässliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen und freuen sich über einen Kindergartenplatz — idealerweise in Wohnortnähe. Doch mit der Einschulung des Nachwuchses beginnt für manche Eltern erneut die Suche nach einem Betreuungsplatz. Die Angebote des Offenen Ganztags an Wuppertaler Schulen (OGS) reichen nämlich bei weitem noch nicht aus.

Dabei sei schon erheblich nachgebessert worden, wie Wuppertals Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD) erläutert: „250 neue Plätze sind im laufenden Schuljahr dadurch entstanden, dass an zehn verschiedenen Schulen jeweils eine Gruppe à 25 Kinder hinzugekommen ist.“

Die Schulen — allesamt bereits offene Ganztagsschulen — verteilen sich quer über das Stadtgebiet, finden sich zum Beispiel Am Timpen in Langerfeld, an der Grundschule Haselrain, auf Küllehnhahn, an der Sillerstraße in Sonnborn, auf dem Ölberg in der Schule Marienstraße, an der Corneliusstraße oder der Yorckstraße in Vohwinkel. Doch es werden künftig noch etwa 2500 weitere Plätze benötigt, um auf die erst jüngst im Haushaltssanierungsplan formulierte 50-Prozent-Versorgungsquote im Jahr 2021 zu kommen, so Kühn.

Stefan Kühn, Sozialdezernent

Der erste Schritt: „Im nächsten Jahr kommen weitere 250 Plätze in zehn Gruppen hinzu. Und zwar im Wesentlichen an fünf Schulen, die schon eine OGS haben. Sie bekommen eine weitere Gruppe.“ Zu ihnen gehören die Birkenhöhe am Katernberg, die Schule Cronenfelder Straße in Cronenberg, die Kratzkopfstraße in Ronsdorf oder die Meyerstraße in Langerfeld.

Für einige Schulen wird es eine Premiere: Die Grundschule Peterstraße in Barmen bekommt erstmals drei Gruppen. Und auch die Angelo-Roncalli-Schule in der Südstadt richtet sich neu auf die Über-Mittag-Betreuung ein.

Die Umbauten beider Einrichtungen hätten sich in Grenzen gehalten, sagt Kühn: „Da mussten Verteilerküchen eingerichtet und die notwendigen Nebenräume hergerichtet werden.“ 100.000 Euro hätten die Umbauten gekostet.

Ausgaben, die aber sein müssen, um eine bessere Versorgung zu erreichen, so Kühn: „Ohne OGS hat Schule langfristig keine Perspektive.“