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Caritas, Diakonie und CVJM suchen „Tüten-Engel“ für Wuppertal

Weihnachten : Caritas, Diakonie und CVJM suchen „Tüten-Engel“

Weil die Feier für Alleinstehende in diesem Jahr nicht stattfinden kann, haben sich die Organisatoren eine Alternative überlegt und hoffen auf Hilfe.

Seit vielen Jahrzehnten organisieren der CVJM Elberfeld, Caritasverband Wuppertal/Solingen und die Diakonie Wuppertal in der Stadthalle eine Heiligabendfeier für Menschen, die das Fest sonst alleine verbringen. Es wird gemeinsam gegessen und dem Bühnenprogramm mit Livemusik gelauscht. Abends bis 23 Uhr ging die Feier, die von bis zu 800 Menschen besucht wurde – ermöglicht auch durch den Einsatz von Wuppertaler Helfern. „Wir haben immer viele Ehrenamtliche, meist über 100 an der Zahl“, informierte Caritasdirektor Christoph Humburg. „Ich bin jedes Jahr beeindruckt, wenn man die Stadthallentür aufmacht und eine Lichterflut an Autos sieht“, sagte er. Regelmäßig haben sich Bürger gemeldet, die Gäste nach der Feier nach Hause zu bringen. „Das Wunder von Wuppertal“, benannte er das Engagement. „Wir hoffen in diesem Jahr auf eine andere Form des Wunders.“

Eine Feier mit so vielen Menschen durchzuführen, sei angesichts der Pandemie nicht machbar. Doch gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Vereinsamung zunehme, möchte das Vorbereitungsteam ein Gemeinschaftsgefühl erreichen und hat sich Alternativen überlegt. Gesucht werden deshalb „Tüten-Engel“. „Wir möchten unsere Mitbürger bitten, für die Alleinstehenden an Heiligabend eine Tüte zu packen“, informierte Veronika Wimmers von der Diakonie Wuppertal über die Aktion. Jeder Wuppertaler kann dabei mithelfen, anderen Menschen eine Freude zu bereiten. „Weihnachten findet Stadt“ lautet das Motto. Einkaufszettel für den Inhalt sind vorbereitet, damit alle gleich bedacht werden.

Eine persönliche Nachricht
rundet die Weihnachtstüte ab

Als kleines Extra bittet das Vorbereitungsteam um einen persönlichen Gruß. „Vielleicht als kleine Weihnachtskarte“, sagte Wimmer. Ein Stück weit Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft werde mithilfe dieser Aktion gezeigt. Zusätzlich fügen die Organisatoren den Tüten eine Weihnachtsgeschichte und Liedtexte hinzu, „die wir mit einer Sendung am Heiligen Abend koppeln möchten“, erläuterte sie. Über Radio Wuppertal wird es von 19 bis 21 Uhr Anekdoten, O-Töne von Gästen und Engagierten und musikalische Beiträge geben. „Wir möchten die Atmosphäre, die sonst in der Stadthalle wäre, rüberbringen – mit Musik und vertrauten Stimmen“, informierte Rebekka Mertens vom Caritasverband. Vielleicht sei es sogar möglich, um 21 Uhr gemeinsam „Oh du Fröhliche“ anzustimmen – von Balkonen aus, Gärten oder Terrassen in Wuppertal.