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Bahnstreik: S8 am Wuppertaler Hauptbahnhof fällt aus - das sind die Alternativen

Bahnstreik aktuell : So ist die Situation am Wuppertaler Hauptbahnhof

Am Wuppertaler Hauptbahnhof ist es ruhiger als sonst. Aufgrund des Streiks fährt hier fast kein Fernzug. Der Nahverkehr ist weniger eingeschränkt.

Update 3. September, 8:05 Uhr

Wegen des Streiks fahren auch am Freitag am Wuppertaler Hauptbahnhof fast gar keine Fernzüge mehr. Auf der Anzeigentafel werden nur Nahverkehrszüge angezeigt. Verirrte Reisende sind aber am Morgen nicht zu sehen. „Das hat sich eingespielt“; sagt ein Mitarbeiter der Bahn.

Viele Pendler sind gelassen, denn die meisten Nahverkehrsverbindungen werden von privaten Bahnen betrieben, die nicht vom Streik betroffen sind. Eine junge Frau (23) sagt: „Gestern bin ich mit dem Auto gefahren, heute schaue ich mal.“ Sie will nach Düsseldorf, kann mehrere Züge nutzen.

Vom Streik beeinträchtigt ist Marion Voppe, die zu einer Fortbildung nach Passau will. Statt von Remscheid einen durchgehenden Zug nehmen zu können, muss sie vier mal umsteigen. SIe will aber den Streik an sich nicht kritisieren: „Ich finde es wichtig, dass man sich für eine Sache einsetzt.“

Update 2. September, 7:55 Uhr

Am Wuppertaler Hauptbahnhof ist vom Streik kaum etwas zu bemerken. Nur eben, dass die S8 auf der Anzeigetafel nicht mehr auftaucht. Einige Züge sind leicht verspätet. Reisende Josefine Dahl (29) wollte eigentlich mit der S-Bahn nach Düsseldorf fahren. Sie schaut auf die Tafel und sagt: „Dann kann ich ja auch den RE4 nehmen. Egal.“ Die Lage ist entspannt.

 Am Wuppertaler Hauptbahnhof fällt die S8 wegen eines bundesweiten Bahnstreiks aus. Dazu hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aufgerufen. Start des Streiks im Personenverkehr war am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr.

Wer ab Wuppertal Richtung Düsseldorf fahren will, kann auf die S 28 Richtung Kaarster See oder die Regiobahnen der Abellio Richtung Venlo oder Geilenkirchen ausweichen.

Nur drei Linien der Deutschen Bahn fahren in NRW

Nach Angaben der Deutschen Bahn werden im Fernverkehr etwa drei Viertel der Züge ausfallen. Im Regional- und S-Bahnverkehr in NRW werden voraussichtlich nur drei bahneigene Linien planmäßig verkehren, wie aus einer Aufstellung der Bahn vom Mittwoch hervorging: Der RE 17 (Hagen-Warburg), die RB 52 (Dortmund-Hagen) und die S 5 (Dortmund-Hagen). Alle anderen DB-Linien fallen aus oder verkehren nur eingeschränkt. Auf einigen Strecken will die Bahn Busse einsetzen, so fahren etwa für die S8 Ersatzbusse zwischen Vohwinkel und Düsseldorf.

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen Keolis Deutschland (eurobahn), National Express, Abellio und die Regiobahn werden nicht bestreikt. Die Gleise könnten aber durch andere Züge belegt sein. Außerdem könnten Stellwerke unbesetzt sein.

(kue/kst/neuk/dpa)