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Tennis: TC Blau-Weiß will nachlegen

Tennis: TC Blau-Weiß will nachlegen

Der Bundesligist aus Neuss muss am Doppelspieltag heute nach Mannheim und am Sonntag nach Burghausen reisen.

Neuss. Mit dem Wind vom ersten Saisonsieg vergangenen Sonntag gegen Amberg im Rücken geht der Tennis-Bundesligist TC Blau-Weiß Neuss in die beiden kommenden Aufgaben. Heute spielt die Mannschaft von Teammanager Marc Raffel in Mannheim, am Sonntag geht es nach Burghausen.

„Wir haben Selbstvertrauen getankt und wollen nun aus den nächsten beiden Spielen mindestens zwei Punkte holen“, erklärt Raffel. Die könnten die Neusser auch gut gebrauchen, um sich weiter vom Tabellenende abzusetzen, das sie erstmals in dieser Saison durch den Erfolg gegen Amberg verlassen konnten.

„Wir werden voraussichtlich mit unseren Stammkräften Jesse Huta Galung und Stefan Seifert antreten“, erklärt der Teamchef weiter. Optional werden der Italiener Flavio Cipolla, Federico Delbonis (Argentinien), der Spanier Gerard Granollers oder der Finne Mickee Kontinen zur Verfügung stehen.

Im Kontakt steht der Manager auch mit den in den USA weilenden Ruben Bemelmans und Maxime Authome (beide Belgien). Bemelmans qualifizierte sich für das Hauptfeld des ATP-Turniers in Atlanta und bezwang dort den US-Amerikaner Rajeev Ram. Maxime Authome gewann seine erste Runde in Grandby (Kanada) gegen den Amerikaner Daniel Kosakowski in zwei Sätzen.

Flavio Cipolla, der Neusser Spitzenspieler, unterlag beim ATP-Turnier in Hamburg in der ersten Runde dem Kroaten Marin Cilic mit 3:6, 4:6. Besser machte es sein Teamkamerad Federico Delbonis, der in Runde eins keinen geringeren als Tommy Robredo (Spanien) nach einer Steigerung ab dem zweiten Satz mit 5:7, 6:0 und 6:1 bezwang.

„Federico hat ein super Match gespielt, seine Formkurve zeigt nach oben“ so Raffel. In Runde zwei musste sich Delbonis dann jedoch ebenfalls Cilic (2:6, 3:6) geschlagen geben. Jesse Huta Galung unterlag in Brüssel bei einem ATP-Challenger-Turnier in der ersten Runde dem Franzosen Stephane Robert mit 6:4, 1:6, 2:6.

„Ich fühle mich zurzeit in der Bundesliga viel stärker als auf der Tour“, sagte der enttäuschte Niederländer anschließend. Huta Galung ist derzeit der konstanteste Spieler im Neusser Bundesligateam. In vier Einsätzen im Einzel war er viermal erfolgreich. „In der Bundesliga ist er eine Bank“, freut sich Raffel. „Er hat mir signalisiert, dass er jedes Match spielen möchte.“

Doch diese Einsatzbereitschaft hat auch seinen Preis: „Ich habe ihm klarzumachen versucht, dass wir uns das nicht leisten können“, so der Teammanager. Doch auch hier zeigte sich der Niederländer zugänglich: „Wir haben uns jetzt auf ein reduziertes Entgelt geeinigt.“

Raffel hat nur eine Sorge: Seine Mannschaft hat noch kein einziges Doppel in dieser Saison gewinnen können. „Wenn wir immer schön alle Einzel gewinnen werden, stört uns das weniger“, scherzt der Teammanager, der gegen beide Gegner enge Matches erwartet.