Verkehrsberuhigung in Schiefbahn : Der Hubertusplatz wird zur Bühne

Am 26. August wird der Hubertusplatz erstmals für den Autoverkehr gesperrt und von Gastronomen bestuhlt. Bei Live-Musik soll er den Sommer über Anziehungspunkt werden.

(jbu) Eigentlich hätte es nach dem Stadtfest Mitte Juni schon so weit sein sollen. Doch die Pläne, den Hubertusplatz am Wochenende zur verkehrsberuhigten Zone zu machen, Gastronomen so zu ermöglichen, den Platz zu bestuhlen und einen neuen Anziehungspunkt in Schiefbahn zu schaffen, an dem die Menschen sich treffen, gemütlich Essen und Trinken und bei Live-Musik den Sommer genießen können, verzögerten sich.

Grund hierfür, so erläuterte es Gregor Nachtwey, der Technische Beigeordnete der Stadt, im ersten Haupt- und Finanzausschuss nach der Sommerpause am Mittwoch, waren die vielen Parteien, mit denen am Hubertusplatz gesprochen und eine Lösung gefunden werden musste: Denn das waren nicht nur die Gastronomen und Händler, sondern auch der Kirchenvorstand von St. Hubertus, mit dem Regelungen über Gottesdienste, Beerdigungen und Hochzeiten gefunden werden mussten, ebenso der Bürgerbus und die Feuerwehr, die Aufstellflächen benötigt.

„Diese Drei-Tages-Geschichte ist verkehrstechnisch deutlich komplizierter als der eine Vormittag des Wochenmarktes“, sagt Nachtwey. Denn jeden Mittwoch ist der Hubertusplatz bereits für den Autoverkehr gesperrt. Nun ist die Genehmigung auch für Freitag bis Sonntag da. Weil an diesem Wochenende das für die Gastronomen noch zu kurzfristig kommt, sie künftig zusätzliches Personal und ein Kulturprogramm organisieren müssen, wird der Hubertusplatz zum ersten Mal ab dem 26. August gesperrt.

Die Testphase soll erst mal bis Ende September laufen, dann stehe der Weihnachtsmarkt ja wieder vor der Tür, sagte Bürgermeister Christian Pakusch: „Das ist in Schiefbahn seit vielen Jahren Thema. Ich würde mich freuen, wenn viele Schiefbahner und auch Menschen aus den anderen Ortsteilen das Angebot annehmen.“ Falls das der Fall sei, soll der Hubertusplatz dauerhaft den Sommer über zur Bühne werden – von April bis September. Nachtwey gab zu verstehen, dass die Stadt derzeit noch Gespräche mit Künstlern führe, „um das Angebot atmosphärisch aufzuwerten und die Sache rund zu kriegen“; auch an einer Kooperation mit Musikschulen werde derzeit gearbeitet.