Der Unimog steht im Mittelpunkt des Nutzfahrzeugmuseums in Willich

Tag der offenen Tür : Unimogs ziehen Technik-Interessierte ins Willicher Nutzfahrzeugmuseum

Die Vehikel standen im Mittelpunkt des Tags der offenen Tür.

Unimogs so weit das Auge reicht vor dem Willicher Nutzfahrzeugmuseum und auf der eigens gesperrten Straße: Auf Hochglanz polierte Modelle parken neben weiteren Universal-Motor-Geräten, denen man die tägliche Arbeit ansieht. Gewaltige Reifen, Fahrerkabinen, die teilweise regelrecht erklommen werden müssen, und Fahrzeuge, die dank aufgeklappter Motorhaube einen Blick auf PS-starke Motoren ermöglichen. Dazu kommen schwere Traktoren und landwirtschaftliches Zubehör wie Eggen, Roder und Co. Menschenmengen, die entlang der Fahrzeugreihen schlendern, Fotos machen, staunen und immer wieder zu Gesprächen stehen bleiben. Die mehr als 70 Fahrzeuge lassen so manches Besucherherz höher schlagen. Zum wiederholten Mal hat Klaus Rabe vom Nutzfahrzeugmuseum zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, wobei diesmal die Unimogs im Mittelpunkt stehen.

Aber nicht nur auf dem Außengelände ist es voll, die Museumshalle ist ebenso mit Besuchern gefüllt. In der rund 1000 Quadratmeter großen Halle stehen die Nutzfahrzeugschätzchen dabei eher im Hintergrund. Davor haben sich nämlich Händler aufgebaut und präsentieren von den unterschiedlichsten Modellen über Zeitschriften, Fotos, Zeichnungen und Bekleidung bis hin zu Büchern alles rund um Unimogs, Traktoren und landwirtschaftliches Zubehör. Das Malbuch für alle Unimog-Freunde ist genauso vertreten wie das Werkbuch für luftgekühlte Deutz-Dieselmotoren. „Es ist immer wieder schön, hier zu sein. Bei uns daheim gibt es nichts Vergleichbares. Ich bin mit dem Unimog aufgewachsen und nutze ihn noch heute für die tägliche Arbeit“, sagt Markus Schranner, der eigens aus München angereist ist.

Viele Besucher schätzen
das Fachsimpeln

Eine nicht ganz so lange Anreise hatten Wolfgang Plugge und sein Enkel Anton. Die beiden kommen aus Attendorn im Sauerland und haben ihren Unimog 411, Baujahr 1958, samt Anhänger frühmorgens gegen 6 Uhr auf den Lkw-Anhänger gepackt und sind losgefahren. „Um 8 Uhr waren wir vor Ort. Mit Lkw waren wir schon öfter bei Events im Nutzfahrzeugmuseum zugegen. Mit unserem Unimog, den wir beide eigenhändig restauriert haben, ist es das erste Mal. Das Fachsimpeln hier ist einfach toll“, sagt Wolfgang Plugge. Das Opa-Enkel-Gespann kommt aus den Fachgesprächen nicht heraus. Wie überall bleiben die Besucher bei den Besitzern der Fahrzeuge stehen und tauschen sich lebhaft aus.

Ob jung oder alt – die Begeisterung über das Event steht Ausstellern wie Besuchern ins Gesicht geschrieben. Und so mancher Besucher nimmt sich einen Unimog zumindest in Modellform mit nach Hause. Wobei der MBtrac 1600 Turbo besonders beliebt ist. „Das ist unsere Sonderanfertigung in Olivgrün und Weiß. Wir haben 350 Stück machen lassen. Mehr gibt es nicht, wenn weg, dann weg“, sagt Rabe, der selbst mit Begeisterung entlang der Ausstellerreihen schlendert.

Mehr von Westdeutsche Zeitung