Der Deutsch-Lettische Freundeskreis lädt für den 5. Mai zu einem Spielenachmittag ein für Behinderte und Nicht-Behinderte

Willich : Spieletag soll Gemeinsamkeiten hervorheben

Deutsch-Lettischer Freundeskreis veranstaltet Inklusions-Aktionstag mit Spielen, die jeder leicht lernen kann.

Spieleabende und -nachmittage gibt es in vielen Freizeiteinrichtungen immer wieder. In Willich gibt es jetzt allerdings eine Premiere: Der Deutsch-Lettische Freundeskreis veranstaltet zusammen mit der Gesellschaft für internationale Traditionsspiele, der International Association for Traditional Sports and Games (IATSG), der Lebenshilfe Kreis Viersen, der Stadt Willich und der integrativen Gruppe des TV Schiefbahn einen Spielenachmittag in Sachen Inklusion. „Gemeinsam statt Einsam“ heißt es am Sonntag, 5. Mai, von 14 bis 17 Uhr auf dem Kaiserplatz in Willich.

Der erste Sonntag im Mai steht damit ganz im Zeichen von Spiel und Spaß für Menschen jeden Alters mit und ohne Behinderung. Wobei es sich um einen bundesweiten Aktionstag zur Gleichstellung behinderter Menschen handelt. Die Aktion Mensch unterstützt die Organisationen und Vereine, die sich an diesem Tag mit Projekten einbringen und die Inklusion fördern. Schon im Herbst hatte der Deutsch-Lettische Freundeskreis zu einer einwöchigen Begegnung eingeladen, bei der Spiele und das Miteinander aller Menschen ebenfalls im Mittelpunkt standen. Daran knüpft der Verein jetzt an, wobei die Herbstaktion mehr als erfolgreich war. „Mit unserer neuen Aktion wollen wir erneut zeigen, dass Inklusion Spaß macht und ein Gewinn für alle ist“, sagt Wolfgang Brock, Geschäftsführer des Deutsch-Lettischen Freundeskreises.

Die Spiele fordern die Geschicklichkeit heraus

Auf die Besucher warten zehn verschiedene Spiele, von denen einige gleich in mehrfacher Ausführung zur Verfügung stehen werden. Hans Lehmann, der Behindertenbeauftragte der Stadt Willich, spricht von „InkluSpielen“. So unterschiedlich die Spiele, die allesamt der Gruppe der Geschicklichkeitsspiele angehören, auch sind, sie haben eins gemeinsam: Sie alle sind schnell und einfach zu erlernen, weil sie sich beim Spiel von selbst erklären. Jeder kann problemlos mitmachen, ob Kind oder Erwachsener. Demente Menschen können ebenso mitspielen wie Menschen im Rollstuhl. Zudem verfügt jedes Spiel­angebot über einen Spielbetreuer.

Unter anderem ist das lettische Nationalspiel namens „Novuss“ mit von der Partie. Es handelt sich um eine Art Billard, bei dem anstelle von Kugeln Holzscheiben bewegt werden. Balancespiele, bei denen es darum geht, Kugeln in Ablagen zu balancieren, sind genauso dabei wie „Flitsch“, ein Spiel, bei dem flache Scheiben per Gummiband durch eine Öffnung geschossen werden müssen. Das klassische Schwungtuch fehlt ebenso wenig.

„Spielen bringt Menschen zusammen. Es bedarf nicht vieler Worte, und trotzdem gehört man dazu“, sagt Alexander Grosny vom IATSG. An die Freude, die die Bewohner der Lebenshilfe in Wekeln bereits im vergangenen Herbst an der Aktion hatten, erinnern sich die dortigen Gruppenleiterinnen Meike Simonsen und Barbara Holzhäuser noch gut. „Es ist fantastisch angenommen worden, und keiner wollte aufhören“, erzählen die beiden, die sich schon auf den 5. Mai freuen, wenn sie mit einer Gruppe anreisen werden.

Die Teilnahme an den Spielen ist kostenlos. Zudem wird es kleine Gewinne für die Spielteilnehmer geben. Alle Mitorganisatoren präsentieren sich zudem und informieren über ihre Arbeit und Angebote.

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