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Studenten erarbeiten neues Tourismus-Buchungsportal in Kempen

TZN Kempen und Fontys Venlo : Projektstart für neues Portal

„Cross-Lab-Projekt“ der Fontys: Neues Buchungsportal soll in Kempen entstehen.

(jk) „Wir wollen gemeinsam ein neues Buchungsportal für den Deutschland-Tourismus entwickeln“, sagt Christian Leetz, der seit 2019 im Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein am Industriering Ost in Kempen seinen „CL-Verlag“ betreibt, einen Mediendienst für Touristik.

Mit dem „Wir“ ist ein gemeinsames Projekt von Christian Leetz mit Studentinnen und Studenten der in Venlo ansässigen Fontys Hochschule gemeint, die im Rahmen eines sogenannten „Cross-Labs“ mit dem „CL-Verlag“ das neue Buchungsportal kreieren sollen. Mit eingefädelt hatten die Kooperation Janet Antonissen, Dozentin der Fontys und in der Außenstelle der Hochschule im TZN Kempen tätig, und der persönliche Kontakt zwischen Studenten der niederländischen Hochschule und deutschen Unternehmen.

Studenten arbeiten an einem realen Fall aus dem Berufsleben

Bei „Cross-Labs“ (wörtlich etwa „Kreuzlabor“) dieser Art arbeiten die Studentinnen und Studenten das ganze Jahr über an einem realen Fall aus dem Berufsleben. Sie orientieren sich dabei an echten Problemstellungen und versuchen, Lösungen gemeinsam mit ihrem Partner aus dem professionellen Bereich zu finden. Insgesamt sind an diesem Cross-Lab-Projekt 16 Unternehmen beteiligt, im Kreis Viersen arbeiten vier Firmen mit.

Im Kempener TZN kamen jetzt vier von insgesamt sechs beteiligten Studentinnen und Studenten zum Projektstart zusammen und tauschten erste Ideen zu dem Technologieprojekt aus. Christian Leetz will herausfinden, ob solch ein Buchungsportal lohnt. Voraus geht dabei erst einmal eine Marktanalyse und ganz viel Recherche. Klar werden muss in der Arbeit, wie die Architektur der geplanten Plattform aussehen könnte, damit die Buchungsseiten attraktiv gestaltet werden können. Dann folgt das Marketing, um das Projekt bekannt zu machen.

Ziel ist es, nach einem Jahr ein schlüssiges System kreiert zu haben, das dann einem Investor vorgelegt werden soll, wenn man auf die Suche nach Risikokapital geht. Die besondere Herausforderung ist, Nischen zu besetzen und absolut Neues, am besten mit Alleinstellungsmerkmal, zu finden.

Beide Seiten profitieren
trotz einiger Mehrarbeit

Die Studentinnen und Studenten bringen großes Interesse am Tourismus mit und gehen mit Begeisterung an die Arbeit. Das wurde gleich am ersten Tag sehr deutlich. Für sie ist die Verbindung von der bisherigen Theorie hin zur mehr Praxis besonders wichtig. Sie können sich dabei mit ihren Ideen einbringen und ihr Wissen durch die Betreuung durch einen Profi wie Christian Leetz erweitern. Für den Profi ist die Partnerschaft trotz der damit verbundenen erheblichen Mehrarbeit ebenfalls attraktiv, weil er für seine Arbeit im besten Fall Antworten aus gänzlich anderer und unerwarteter Perspektive bekommen kann.

(jk)