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Sportplatz Rohdenhaus: Fahrsicherheitszentrum ist im Gespräch

Sportplatz Rohdenhaus: Fahrsicherheitszentrum ist im Gespräch

Auf dem ehemaligen Sportplatz in Rohdenhaus will die Firma APS bald ein Zentrum für Fahrsicherheit eröffnen.

Wülfrath. Die Blütezeit des Sportplatzes Rohdenhaus liegt mehr als eine Dekade zurück. Zum Beispiel als in den 1990er Jahren der 1. FC Wülfrath vor mehr als 1000 Zuschauern den Aufstieg in die Oberliga feierte. Zuletzt lockte ein Irish-Folk-Konzert der Wülfrather Gruppe zumindest noch einige 100 Besucher auf den Platz, der für den Sport schon lange nicht mehr genutzt wurde.

Unter der dichten Schnee- und Eisdecke wäre ein Ascheplatz zu entdecken, der modernen Ansprüchen nicht mehr genügt. Die Agentur für Promotion und Service GmbH (APS) hat nun eine konkrete Vision für eine Folgenutzung: die Errichtung eines Fahrsicherheitszentrums.

APS betreibt in Wülfrath im ausgedienten Steinbruch bereits das Landrover Experience Center — eine spektakuläre Teststrecke für die Geländefahrzeuge. Das Unternehmen hat seine Geschäftsräume im Paul-Ludowigs-Haus, das von APS außerdem vermarktet wird. „Wir sind für unsere Kunden von Landrover und Jaguar in ganz Deutschland unterwegs, um Fahrsicherheitstrainings durchzuführen“, sagt APS-Geschäftsführer Dag Rogge der WZ.

Die Kosten dafür seien erheblich. „Da haben wir uns gedacht, dass wir es besser selber machen“, so Rogge weiter. Aus diesem Gedankenspiel heraus entwickelte sich die Idee für das Zentrum vis-à-vis des Paul-Ludowigs-Hauses. „Wir stehen mit der Planung aber erst am Anfang,“ betont Rogge. Sie ist aber schon so konkret, dass der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung in seiner öffentlichen Sitzung am 26. Februar in das Bebauungsplanverfahren einsteigen will. Die Stadt unterstützt das Vorhaben, schlägt der Politik die Aufstellung des Bebauungsplanes „Fahrsicherheitszentrum“ vor. Im Rahmen des Bauleitverfahrens soll frühzeitig die Öffentlichkeit beteiligt werden. In der Folge wird außerdem ein Umweltbericht erstellt. Die Kosten für dieses Planverfahren trägt der Investor.

Fahrsicherheitszentren sind vor allem durch den Anbieter ADAC bekannt geworden. „Und genau so etwas stellen wir uns für Rohdenhaus vor“, so Rogge. Bremstest, Schleudern, Ausweichen — das ganze Programm eben“, merkt er an. Dabei soll die Anlage nicht nur für Landrover und Jaguar genutzt werden. „Wir stellen uns vor, auch öffentliche Veranstaltungen für jedermann anzubieten. Fahrsicherheit ist für viele interessant“, weiß Rogge. Und: „Im ganzen Kreis gibt es so eine Anlage bisher nicht.“ Laut Stadt soll ein Betrieb an zwei bis drei Tagen pro Woche vorgesehen sein.

Über die Größenordnung der Investition könne noch nichts gesagt werden, so Rogge. „Dafür ist es noch zu früh.“ Auch was mit dem Sportlerheim geschehe, sei noch völlig offen. Sicher ist für den APS-Chef aber, dass das Paul-Ludowigs-Haus von einem Fahrsicherheitszentrum profitieren werde. Dag Rogge: „Der Kreis der Nutzer wird schließlich größer. Das ist gut fürs Haus.“

“ Der Ausschuss tagt am 26. Februar ab 17 Uhr im großen Saal des Rathauses. Weitere Themen sind die Tröpfelanlage der Natursteinmauer Im Spring sowie der Lärmaktionsplan 2013.