Närrische Zeit kann kommen

Auch wenn die Zahl der Anmeldungen für den „Zoch“ hinter den Erwartungen bleibt, gibt der Zugleiter grünes Licht.

Wülfrath. Der Präsident grummelt. „Typisch. Immer auf den letzten Drücker.“ Klaus-Ulrich Jansen, der Macher der Kalkstadtnarren (KSN), ist Kummer gewohnt, wenn es um die Teilnehmerstärke beim Rosenmontagszug geht. „Da könnte schon noch was kommen“, sagt er mit Blick auf die Anmeldungen.

Am 11. Februar dreht der närrische Lindwurm seine Runde durch Rohdenhaus. „Stand heute können wir ziehen. Es ist aber noch Platz für weitere Wagen und Zuggruppen.“ Er zweifelt nicht, dass noch Nachzügler kommen werden.

„Die Teilnahme ist kostenlos. Und wir stellen allen auch ein Starterkit mit Wurfmaterial“, sagt Jansen im WZ-Gespräch. Bedauerlich findet er, dass „sich die Wülfrather Parteien mal wieder zieren. Das sieht bei den Nachbarn in Mettmann ganz anders aus“. Dabei seien doch Wahlen in diesem Jahr. „Bei der Kommunalwahl sind sie dann alle wieder dabei“, sagt er.

Umso positiver gestimmt schaut Jansen auf die Prunksitzung, die die KSN am 8. Februar im Rohdenhauser Narren-Tempel Paul-Ludowigs-Haus durchführen. „Ehrlich, das ist diesmal ein Hammerprogramm“, wirbt er für den Abend. Jansen konnte namhafte Künstler aus den Karnevalsmetropolen Köln und Düsseldorf verpflichten. Aus der Landeshauptstadt kommt Achnes Kasulke nach Wülfrath, aus der Domstadt Die drei Colonias. „Stimmung pur“, verspricht Jansen.

Mit dem erst 16 Jahre alten Max Adelmann haben die KSN einen bereits preisgekrönten Nachwuchs-Büttenredner im Programm. „Und die Kniebachschiffer aus Hilden bieten immer eine Tanzshow vom Feinsten“, weiß Jansen, der Wert darauf legt, dass eine Fünf-Mann-Kapelle das Programm begleitet. „Ta-ta, ta-ta als Tusch aus der Konserve geht gar nicht“, winkt Jansen ab.

Karten werden in drei Preiskategorien (21, 23 und 25 Euro) angeboten. Tickets können im Vorverkauf unter Telefon 02058/3912 bestellt werden. 450 Plätze stehen zur Verfügung. „Ohne Sponsoren — wir haben da inzwischen zwei, drei Gönner — könnten wir die Preise nicht halten“, so Jansen. Das gilt auch für die Unterstützung des Kinderprinzenpaars Laura I. und Florian I., die gestern Nachmittag vom Autohaus Thiel ihr Sessionsgefährt übergeben bekommen haben.

Zünftig startet die heiße Phase der Session mit Altweiberfastnacht. Dann stürmen die Jecken wieder die Filialdirektion der Kreissparkasse am Diek. Neben dem Kinderprinzenpaar wird auch die neue KSN-Kindertanzgarde auftreten. Die Hausband „De Fetzer“ wird die gute Laune anheizen. Rosita, die kölsche Nachtigall, und BoB — die Band ohne Bart — machen das Programm komplett. Der Vorverkauf startet in der kommenden Woche.

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