100 ehrenamtliche Helfer wachen über die Sicherheit der Karnevalisten

100 ehrenamtliche Helfer wachen über die Sicherheit der Karnevalisten

Einsatzkräfte behielten in den beiden Leitstellen den Umzug im Auge.

Ratingen. Die Ruhe in den beiden Leitstellen, die auf verschiedenen Etagen in der Musikschule untergebracht waren, täuschte ein wenig: Denn die „richtige Arbeit“ war bereits in den Wochen zuvor geleistet worden. Barbara Arndt, Leiterin des Ordnungsamtes, zeigte auf das dicke Sicherheitskonzept des Veranstalters: Es war zuletzt am 20. Februar überarbeitet worden. Der Anschlag in Berlin, aber auch die Baustelle Düsseldorfer Platz hatten viele Änderungen nötig gemacht. Der Zugweg musste teilweise verlagert werden, Lkw-Sperren an neuralgischen Punkten wurden aufgestellt. Feuerwehrchef Renée Schubert behielt an seinem mit der Leitstelle gekoppelten Rechner den Überblick — schaute aber viel lieber direkt auf den Zug, der vor der Musikschule vorbeizog. Alles ruhig.

Eine Etage drüber hatte Mirco Nevermann vom DRK mit seinen Kollegen die Sanitäts-Einsatzleitstelle eingerichtet. Auf drei Leinwänden flimmerten die aktuellen Standorte des jecken Zuges, dazu gab es die Positionen der eingesetzten ehrenamtlichen Kräfte. Erst gegen 10.45 Uhr wurde der erste Sanitätseinsatz von der Minoritenstraße gemeldet.

Alle ehrenamtlichen Organisationen sind wie in den Jahren zuvor im Einsatz gewesen, um die Sicherheit der Narren zu gewährleisten: DRK, Johanniter, Malteser, THW und die DLRG. Insgesamt 97 Kolleginnen wachten am Zugweg, davon liefen 36 im Zug mit.

Aus Sicht des Notfallmanagements verlief die Veranstaltung in diesem Jahr vergleichsweise ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Vor Zugbeginn wurden drei Falschparker abgeschleppt sowie eine abgerissene Stromleitung durch die Feuerwehr gesichert. Ein von seinen Eltern getrenntes Kind fand zügig zu diesen zurück. Durch den Sanitätsdienst und den Rettungsdienst wurden insgesamt vier Einsätze im Umfeld des Karnevalszuges abgewickelt (2016: zwölf). Zwei Personen mussten in ein Krankenhaus transportiert werden (2016: sechs). JoPr