Billiard: Senioren spielen um Bundespokal

Billiard: Senioren spielen um Bundespokal

Die Teilnehmer treten mit nur drei Kugeln am Billardtisch an.

Krefeld. Im alten Schulgebäude im Stadtteil Tackheide herrscht angespannte Stille. Über vier Billardtischen sind Spieler gebeugt, die versuchen, mit dem Queue ihre Kugel kunstvoll auf die Reise zu schicken. Das ist die Heimat der Billard-Freunde Königshof. Seit Dienstag wird dort um den Bundespokal im Einband der Senioren gespielt.

Die Billardvariante Einband wird auf Carambolage-Tischen mit nur drei Kugeln gespielt. Anders als beim Pool-Billard oder dem Snooker gibt es keine Seitenlöcher. Ziel des Spiels ist es, die eigene Kugel so anzuspielen, dass sich am Ende alle drei Kugeln berührt haben, außerdem muss eine Bande angespielt worden sein. Gelingt dem Spieler das alles, gibt es einen Punkt und er kann seine Serie fortsetzen, andernfalls ist der Gegner wieder an der Reihe.

Der Sieg geht an den Spieler, der als Erstes 100 Punkte erspielt hat oder nach 25 Aufnahmen in Führung liegt. In der Pause wird der Billardtisch komplett abgesaugt, die Spuren der blauen Kreide müssen regelmäßig entfernt werden. Schließlich geht es bei dem Spiel um Präzision.

„Von der Mathematik her heißt es ja eigentlich Einfallwinkel gleich Ausfallwinkel. Aber wenn man den Ball mit dem richtigen Drall spielt, kann man den Winkel so anpassen, dass man am Ende auch die dritte Kugel treffen kann“, erklärt Turnierleiter Wolfgang Müller.

24 Teilnehmer gehen fünf Tage lang an vier Tischen an den Start. „Gespielt wird in vier Gruppen à sechs Personen. Wobei sich die ersten vier jeder Gruppe für das Achtelfinale qualifizieren“, berichtet Müller. In den letzten fünf Jahren beherrschte Erwin Schwinnig (BF Xanten) die Kunst der Präzision am besten. Insgesamt holte er sich den Bundespokal schon sechs Mal. Er gewann auch sein Auftaktspiel gegen Werner Hüsgens (BC Elfenbein). „Doch dieses Jahr gibt es einige, die Erwin Schwinnig den Titel streitig machen könnten“, ist sich Willi Kunnes, Sportwart der BF Königshof sicher. Die größte Gefahr dürfte vom Vorjahreszweiten Horst-Günter Lax (BSV Velbert) ausgehen. Weitere Kandidaten auf den Titel sind Wolfgang Kurzhals (BF Königshof) und Klaus-Ulrich Schmidt (BC Borsigwalde Berlin).

Clubhaus BF Königshof, Tackheide 1, heute, 13 Uhr: Achtelfinale. Morgen, 12 Uhr: Halbfinale; 14.30 Uhr: Finale

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