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Breitbandausbau in Krefeld: Schnelles Internet für alle

Breitbandausbau in Krefeld: Schnelles Internet für alle

Die Telekom investiert in ihr Netz und will bis Mitte nächsten Jahres 99 Prozent des Stadtgebietes mit dem Daten-Turbo versorgt haben.

Krefeld. In manchen Gebieten der Stadt gleicht die vielbeschworene Datenautobahn noch einem Trampelpfad. Insbesondere im Krefelder Westen stöhnen viele Bürger über die Langsamkeit ihres Internetanschlusses. Alternativen zum regulären DSL-Anschluss, wie etwa ein Kabelanschluss des Anbieters Unitymedia mit rasanten Datengeschwindigkeiten, gibt es längst nicht überall in der Stadt.

Einen Telefonanschluss hingegen gibt es quasi in jedem Haus — und mit ihm soll noch in diesem Jahr in vielen weiteren Haushalten der Daten-Turbo Einzug halten. „Im ersten Bauabschnitt werden ab dem vierten Quartal rund 58 000 Haushalte einen schnelleren Breitbandanschluss bekommen“, sagt Frank Neiling, Beauftragter für den Breitbandausbau der Deutschen Telekom. Und von dem können nicht nur Telekom-Kunden profitieren: Auch die Mitbewerber, die die Leitungen bei der Telekom mieten, werden an ihren Anschlüssen dann höhere Bandbreiten anbieten.

Diese werden bis zu 100 Megabit pro Sekunde betragen, je nachdem, wo der Kunde wohnt. „Im einem Umkreis von 300 bis 500 Metern um unsere Verteilerschränke können wir diese Geschwindigkeit anbieten“, erklärt Neiling. Er will nicht ausschließen, dass einzelne, weit von diesen Kästen entfernt gelegene Häuser nur noch einen Bruchteil der Leitungsgeschwindigkeit erhalten können. „99 Prozent der Bürger werden aber in den Genuss einer hohen Bandbreite kommen“, sagt er.

Während weite Teile der Innenstadt bereits seit 2008 und 2009 ausgebaut sind, sollen im vierten Quartal nun Dießem, Lehmheide, Uerdingen, Linn, Verberg, Traar, Forstwald und Benrad umgestellt werden. Im zweiten Quartal 2015, so die Pläne der Telekom, sollen die übrigen Stadtteile folgen. Die Einschränkungen für die Bürger sollen in Grenzen bleiben, da beim Ausbau in Abschnitten vorgegangen werden soll. Dann werden rund 80 Kilometer Glasfaserkabel in der Stadt verlegt sein.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede zeigte sich gestern beim Ortstermin mit der Telekom an der Carl-Wilhelm-Straße überaus zufrieden: „Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständigen Unternehmen an die Politik gestellt werden.“ Firmen geben hohe Bandbreiten heute als wichtigen Wettbewerbsfaktor an.