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Wohnungslose Frauen haben in Düsseldorf eine neue Anlaufstelle

Hilfe für Menschen : Neue Anlaufstelle für wohnungslose Frauen

Notschlafstellen, Café und Hilfsangebote sollen bei der Überwindung die Wohnungslosigkeit helfen.

(lod) An der Friedrich-Ebert-Straße 55 gibt es ein neues Angebot für wohnungslose Frauen. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Miriam Koch, Leiterin des Amtes für Migration und Integration, stellten das Haus kürzlich vor. Auf neun Etagen bietet das Projekt 62 Übernachtungsplätze. Eine Tagesstätte im Erdgeschoss mit Küche und Beratungsraum stellt auf 300 Quadratmetern tagsüber ein Schutzraum für Frauen dar. Es gibt zudem ein „Café Ariadne“. Es sieht aus wie ein normales Café, um Hemmschwellen zu senken, es zu betreten. Zusätzlich zum Cafébetrieb und zur Erstberatung erfolgt eine medizinische Grundversorgung durch eine Krankenschwester.

In der ersten Etage befinden sich Verwaltung und die Erstaufnahme. Die Notschlafstelle erstreckt sich von der zweiten bis zur fünften Etage. Jedes der barrierearmen Zimmer hat ein eigenes Bad, pro Etage ist zusätzlich eine Gemeinschaftsküche und ein Wäscheraum eingerichtet. Darüber hinaus gibt es ein rollstuhlgerechtes Zimmer und einen eigenen Trakt für Schwangere und Frauen mit Kindern.

Für die dauerhafte Unterbringung der Bewohnerinnen sind 27 Zimmer der sechsten bis achten Etage vorgesehen. Alle Zimmer sind mit einem kleinen Bad und einer Pantryküche ausgestattet. In jeder Etage steht zudem ein gemeinsamer Wäscheraum.

Die Einrichtung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Diakonie. Der Sozialdienst des städtischen Amtes für Migration und Integration betreut die Unterkunft der Unterbringung, während die Diakonie die Tagesstätte und die Notschlafstelle betreibt.

Ziele des Projekts sind die Existenzsicherung und die sofortigen Unterbringung der Frauen sowie die Überwindung ihrer Wohnungslosigkeit. Neun Mitarbeitende unterstützen wohnungslose Frauen bei der Klärung von Leistungsansprüchen sowie bei Behördenterminen. Außerdem vermitteln sie Sucht- und psychiatrische Hilfen, Schuldnerberatungen und medizinische Hilfen.

Die Landeshauptstadt hat das Gebäude für 15 Jahre angemietet. Die jährlichen Miete beträgt 700 000 Euro, 170 000 Euro sind jährlich für Betriebs- und Nebenkosten fällig.