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Stadtstrand soll die Welle machen

Stadtstrand soll die Welle machen

Rat: Flächen am Rhein werden geprüft — auch für Wasserattraktion.

Seit der Schließung von Monkey’s Island 2006 wollen Politiker — allen voran die Grünen — einen neuen Stadtstrand in Rheinnähe etablieren, doch alle Ideen platzten, wurden vertagt oder verboten. Gestern gab der Rat einstimmig zumindest für die Flächenprüfung grünes Licht. Untersucht wird nun „zeitnah“, ob sich das Hafengelände oberhalb des „Paradiesstrandes“, die Park-Landzunge am Parlamentsufer oder womöglich ein anderer Platz für einen „urbanen Stadtstrand mit moderner Beachgastronomie am Rhein“ eignet. „Wir hoffen, dass wir jetzt keinen Sommer mehr in Düsseldorf ohne einen solchen Strand mit Gastronomie und Kultur verbringen müssen“, sagte Iris Bellstedt (Grüne).

Die FDP regte an, nur Flächen ins Auge zu fassen, wo keine Anwohner durch Lärm belästigt würden; vor allem aber plädierten die Liberalen erfolgreich dafür, die immer beschworene Verbindung zum Wasser (das 2015 beschlossene Schwimmbad im Rhein wurde aus Sicherheitsgründen beerdigt) nicht aufzugeben. Monika Lehmhaus: „Wir brauchen dort eine echte Wasserattraktion wie die ,Stehende Welle’ für Surfer, die in München oder Wien Furore macht.“ Auch auf der letzten Boot-Messe kam die Welle prima an.

Trockener und mit finanziellen Folgen für viele Handwerker wurde dann ein weiteres wichtiges Thema im Stadtrat verabschiedet: Die stufenweise Erhöhung der Gebühren für Handwerkerparkausweise. Bisher betrug sie nur 10,20 Euro pro Jahr, ab 1. Januar 2018 steigt sie auf 50 Euro, zum Jahreswechsel 2019 auf 100 und ab 1. Januar 2020 auf 150 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: In Stuttgart zahlen Handwerker 600 Euro pro Jahr, in Frankfurt 355, in Karlsruhe 200, im Kreis Mettmann 180 Euro und in Köln 153 Euro pro Jahr.

Für die CDU lehnte Peter Blumenrath die Erhöhung ab, weil es das falsche Signal sei, die Handwerksbetriebe mit höheren Abgaben zu belasten. Scharf kritisierte die CDU, dass die Stadt immer noch keine digitalen (Online-) Angebote zur Beantragung und Ausstellung der Parkausweise mache, sondern „immer noch quasi Brieftauben losschicke“. Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke versicherte, man „schreite in Sachen Digitalisierung voran“ und erarbeite gerade solche papierlosen Angebote.

Die Ampel-Ratsmehrheit billigte die Gebührenerhöhung. Burkhard Albes (SPD): „Sie ist moderat und wirklich kein Problem für das Handwerk.“