Pkw-Kontrolle endete im Knast

Pkw-Kontrolle endete im Knast

Falscher Pass, Waffen, kein Führerschein. Gericht lehnt Berufung ab.

Am Anfang stand eine ganz normale Verkehrskontrolle an der Immermannstraße. Was mit dem leichten Cannabis-Geruch begann, der den Polizeibeamten sofort auffiel, endete gestern vor dem Landgericht mit einer Haftstrafe von neun Monaten ohne Bewährung für den 27-jährigen Angeklagten.

Denn auf die Frage nach dem Führerschein musste der Logistiker mit dem Kopf schütteln. Er hat keinen. Trotzdem saß er am Steuer, obwohl die Besitzerin des BMWs dabei war. Nicht das einzige Problem, das den jungen Mann auf die Anklagebank brachte.

Denn in der Mittelkonsole des Wagens entdeckten die Polizisten ein Einhand-Messer, das waffenscheinpflichtig ist. Ebenso wir die Reizgaspistole, die unter dem Sitz lag. Und dann gab es da noch eine Plastiktüte. In der befand sich ein gefälschter Reisepass mit dem Foto des Angeklagten. Der war mit anderen Identitäten schon dazu benutzt worden, um Betrügereien zu begehen. Komplettiert wurde die Sammlung durch eine Liste mit den Namen von Patienten, deren Daten vermutlich gestohlen wurden, um weitere Straftaten zu begehen.

Zugeben wollte der Logistiker nur das Fahren ohne Führerschein. Mit den anderen Vorwürfen habe er nichts zu tun. Das glaubte die Richterin nicht und bestätigte die Haftstrafe des Amtsgerichtes.

Mehr von Westdeutsche Zeitung