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Düsseldorf: Ewiges Gezerre um Dorotheenplatz

Düsseldorf : Ewiges Gezerre um Dorotheenplatz

Stadtplanerin stellt Maßnahmenkatalog für den Platz vor. Entscheidung wurde erst einmal vertagt.

Düsseldorf. Die Umgestaltung des Dorotheenplatzes kann getrost als „unendliche Geschichte“ bezeichnet werden. 18 Jahre befasse er sich jetzt schon mit dem Thema, rechnet Bezirksverwaltungsleiter Gerhard Aschendorf vor. Und es sieht so aus, als kämen noch einige hinzu. In der jüngsten Sitzung der zuständigen Bezirksverwaltung 2 (Flingern, Düsseltal) war der kleine Platz am S-Bahnhof Flingern einmal mehr Thema.

Düsseldorf: Ewiges Gezerre um Dorotheenplatz
Foto: Archiv-Foto: Arend

Dabei ging es vorranging um die Idee, die vorhandenen Oberflurcontainer für Glas und Papier auf dem Platz durch entsprechende Unterflurcontainer zu ersetzen. „Wir haben zwei verschiedene Standorte geprüft“, sagte Susanne Häselhoff vom Stadtplanungsamt. „An beiden würde eine Containeranlage unter der Erde jedoch hohe Kosten verursachen.“ Die berechnen sich auf bis zu 170 000 Euro, Planungskosten noch nicht mit einberechnet.

Die Stadtverwaltung legte den Bezirkspolitikern daher einen alternativen Maßnahmenplan zur Verschönerung des Platzes vor, in dem die Unterflurcontainer nicht berücksichtigt sind. Darin werden unter anderem die Erneuerung zweier Bänke, ein neuer Baum, Fahrradständer und eine Gestaltung der Elektroschaltkästen mit Graffiti vorgeschlagen. „Diese Maßnahmen würden insgesamt etwa 47 000 Euro kosten“, rechnet Susanne Häselhoff vor.

Eine weitere vorgestellte Maßnahme: das öffentliche WC, das auf der Mitte des Platzes steht, zu entfernen. Susanne Häselhoff regt an, es durch die Aktion „Nette Toilette“, an der sich umliegende Gastronomen beteiligen können, indem sie ihr stilles Örtchen für die Allgemeinheit freigeben und dafür finanziell von der Stadt unterstützt werden, zu ersetzen. „Im Umkreis gibt es ja reichlich Gastronomie.“

Die Bezirkspolitiker reagierten mit gemischten Gefühlen auf die Planungen. „Es wird keine Verbesserung geben, wenn die Unterflurcontainer nicht eingebaut werden“, sagte Michael Kendura (SPD). Und Harald Neuhaus (CDU) bilanzierte: „Der Dorotheenplatz ist und bleibt wohl ein Sorgenkind.“ Auch Stadtplanerin Susanne Häselhoff räumte ein: „Wir treten auf der Stelle.“

Abhilfe schaffen soll auch eine Optimierung des Radweges, die den Bezirkspolitikern ebenfalls vorgestellt wurde. „Vielleicht sollte man damit beginnen und den Radweg als Auslöser für weitere Veränderungen nehmen“, schlug Susanne Häselhoff vor.

Frühestens im kommenden Jahr rechnet die Stadtplanerin mit der Umsetzung der Maßnahmen. Welche genau das sein werden, wurde in der jüngsten Sitzung nicht entschieden. Ersten Wortmeldungen zufolge favorisieren viele Bezirkspolitiker aber die Lösung mit den Unterflurcontainern. Angesichts der hohen Kosten, die entstehen würden, erbaten sich die Fraktionen jedoch Bedenkzeit bis zur kommenden Sitzung am 20. Juni.