Schauspielhaus senkt die Preise

Schauspielhaus senkt die Preise

Intendant Beelitz stellt das Programm der neuen Saison vor.

Düsseldorf. Die Landeshauptstadt ist Standort eines der größten Sprechtheater Deutschlands. Der Zuschussbedarf liegt bei 25 Millionen Euro pro Jahr, dazu kommen noch mal drei Millionen, die das Haus selbst erwirtschaftet. Dennoch stand es zuletzt kurz vor seinem Ruin, weil schon länger falsch gerechnet worden war und Kontrollgremien versagt hatten. Stadt und Land schossen noch mal Geld nach. Knapp 7,4 Millionen sind es bislang — und es können noch mehr werden.

Günther Beelitz hat es jetzt mit all diesen Widrigkeiten aufgenommen. Für zwei Jahre leitet er das Düsseldorfer Schauspielhaus. Freitag präsentierte er das Programm der neuen Spielzeit 2014/15 und erklärte, wie er sich die Rettung des Hauses vorstellt. Klassiker wie „Sommernachtstraum“ von Shakespeare, „Die Gerechten“ von Albert Camus, „Die Ratten“ von Hauptmann und „Wallenstein“ von Schiller werden gespielt. Zu sehen sind sie im größten Saal (760 Plätze) des Theaters, in dem das Geld verdient wird. Theoretisch. Zuletzt lag die Auslastung dort bei unter 41 Prozent.

Um wieder mehr Zuschauer ins Theater zu holen, hat Beelitz die Kartenpreise für Abonnenten stark reduziert und gewährt teilweise Ermäßigungen von bis zu 50 Prozent. Man wolle den Menschen auf diese Weise einen Teil der öffentlichen Gelder zurückgeben, sagt der Intendant dazu. Künftig soll häufiger — jedoch mit weniger Gästen — gespielt werden. Auch das soll beim Geldsparen helfen.

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