MTV-Awards: Glitzer, Glamour und ein geplantes Skandälchen

MTV-Awards: Glitzer, Glamour und ein geplantes Skandälchen

Bei den MTV-Awards in Amsterdam sorgte ein Joint auf der Bühne für Furore.

Amsterdam. Schon lange vor der Party des Jahres war klar: Miley Cyrus sollte im Mittelpunkt der MTV-Gala zur Verleihung der European Music Awards in Amsterdam stehen. Die 20-Jährige erfüllte die Erwartungen. Aus einem „Raumschiff“ schwebte sie am Sonntagabend in die Welt von Glitzer und Glamour in den Ziggo Dome herab.

Die Show war eröffnet. Das Skandälchen kam aber erst am Ende. Ihr Täschchen sei zu klein für die Trophäe für das beste Video, bedauerte sie. Doch groß genug für einen Joint, den sie dann genussvoll auf offener Bühne ansteckte.

Die MTV-Show hatte ihren Skandal, und das gehört zu der 20-jährigen Geschichte der EMAs wie zertrümmerte Hotelzimmer zu einer Rockband, die auf sich hält. Der Joint, der auf Twitter und in US-Medien die Gemüter erhitzte, konnte in Amsterdam kaum einen vom Stuhl reißen. Der Schauplatz des MTV-Show ist schließlich weltweit als Paradies für Drogen und Sex bekannt. Zumindest durchzog dieses Klischee die Show wie ein roter Faden.

In rasantem Tempo wirbelte der US-Rapper Redfoo als Moderator durch die zweistündige Show und wechselte seine Outfits von knapper Glitzerbadehose bis zum knallengen Neon-Raumanzug.

Außerirdisch eben — nach dem Motto des Abends. Mit Feuerwerk, viel Metallic-Glitzer, Laser und als Aliens ausstaffierten Statisten war aus dem Ziggo Dome eine gigantische galaktische Welt entstanden. Auch die Tausenden Fans hatten sich entsprechend mit viel Schminke und Glitzerkostümen verkleidet.

Teenie-Schwarm Justin Bieber hatte sich nicht die Mühe gemacht, nach Amsterdam zu reisen. Der Kanadier war von seinen Fans wie erwartet zum vierten Mal in Folge zum besten männlichen Künstler gewählt worden.

Dafür begeisterten andere Weltstars — schätzungsweise 40 Millionen Menschen hatten die Show live gesehen. Die Rockgruppe Kings of Leon trat auf, Thirty Seconds to Mars, Robin Thicke und Bruno Mars. Seinen Hit „Locked out of Heaven“ hatten die Popfans auch zum besten Song des Jahres 2013 gewählt.

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