Vier Studentinnen aus Wuppertal sammeln Geld für ein Projekt in Südafrika.

Soziales : Helfen am Westkap

Vier Studentinnen aus Wuppertal sammeln Geld für ein Projekt in Südafrika.

Viviane Witkop, Aileen Reichmann, Lina Feder und Anna Mader sind seit mehr als zwei Wochen in Kapstadt, im Stadtteil Nyanga, unterwegs. Im Rahmen des Seminars „Social Entrepreneurship in South Africa“ von Prof. Dr. Volkmann (Unesco-Lehrstuhl) und Prof. Dr. Bischoff engagieren sich die vier Masterstudentinnen im Fach „Sustainability Management“ vor Ort bei der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation „Etafeni“. Diese ist in den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Bildung aktiv und will den Einwohnern eine Zukunftsperspektive schaffen. „Der Stadtteil gehört zu den ältesten und ärmsten Townships am Westkap“, erklärt Anna Mader.

Die vier Wuppertaler Studentinnen arbeiten im „Health-Projekt“ von „Etafeni“, in der „Mobile Testing Unit“, der drei Gesundheitsbotschafterinnen und eine Krankenschwester angehören. „Täglich fahren sie in die Community, um die Menschen kostenlos auf HIV oder Tuberkulose zu testen und sie gesundheitlich zu beraten“, führt Vivianne Witkop aus. „Im Falle eines positiven Tests helfen sie bei der Nachsorge; denn die Krankheiten müssen bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten kein Todesurteil sein. Sie sind es aber oft aufgrund fehlender Aufklärung noch“, ergänzt Lina Feder.

Doch es gibt ein Problem. „Die Bezahlung des Teams steht auf der Kippe. Die Finanzierung durch ein Förderprogramm läuft Ende September aus. Zwar stehen die Chancen für eine erneute Förderung gut, doch würde diese erst ab 2019 ausgezahlt werden. Ohne finanzielle Überbrückung droht das Projekt zu scheitern“, stellt Aileen Reichmann dar. Deshalb haben die vier Studentinnen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, „um die Bezahlung der Krankenschwester und drei Gesundheitsbotschafterinnen von Oktober bis Ende Dezember zu sichern und die anfallenden Transport- sowie Sicherheitskosten“ zu decken.

Laut eigener Kalkulation sind dafür etwas mehr als 7600 Euro notwendig. „Wir freuen uns, schon 1800 Euro gesammelt zu haben. Noch knapp tausend Euro mehr, und der erste Monat ist finanziert“, so Reichmann.

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