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Sport und Inklusion: Noch gibt es viel Fördergeld vom Land

Sport und Inklusion: Noch gibt es viel Fördergeld vom Land

Vereine kämpfen bei neuen Angeboten für Menschen mit Behinderung auch mit bürokratischen Hürden.

Wuppertal. Wie lassen sich Sport und Inklusion miteinander vereinbaren? Um diese Frage ging es jetzt bei einem Informationsabend auf Einladung des Stadtsportbundes — gemeinsam mit Schulen und Vereinen aus dem bergischen Städtedreieck — in der „Alten Feuerwache“ an der Gathe.

Inklusion steht für die selbstverständliche Teilnahme aller Menschen — inklusive derer mit Behinderung — am gesellschaftlichen Leben. Ein Begriff, der zurzeit meist im Zusammenhang mit Schulen genannt wird. Dabei bietet gerade auch der Sport Möglichkeiten, Inklusion zu wagen. Die gut 25 Gäste erfuhren vom Landtagsabgeordneten Josef Neumann, er ist Inklusions-Beauftragter der SPD-Fraktion, dass die hierfür bereitstehenden finanziellen Mittel bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Gottfried Deter vom Stadtsportbund wies jedoch auf die hohen bürokratischen Hürden hin, die überwunden werden müssten, um an Fördergelder zu kommen.

Sechs Monate hat es zum Beispiel gedauert, bis das Pilotprojekt des Wald-Merscheider Turnvereins aus Solingen gestartet werden konnte. Der gut 2600 Mitglieder starke WMTV wendet sich an Menschen „mit und ohne spezielle Bedürfnisse“, womit nicht nur geistig und körperlich behinderte Menschen, sondern auch chronisch Erkrankte, Demenz-Patienten oder sozial Schwache angesprochen sind.

Voraussetzungen für Inklusion sind barrierefreie Sportstätten, speziell ausgebildete Trainer und Übungsleiter und entsprechende Sportangebote. „Einen Verein zu einem inklusiven Verein zu entwickeln, ist ein langfristiger Prozess“, bekannte Klaus Dreikausen vom WMTV.

Lukas Pampel von der Sportorganisation „Special Olympics“ und Geschäftsführer des Landesverbandes NRW, berichtete von den Vorbereitungen für das nationale Sportfest vom 19. bis zum 23. Mai 2014 in Düsseldorf, bei dem rund 14.000 Teilnehmer erwartet werden.

18 Sportarten stehen auf dem Programm, und weil die Landeshauptstadt nicht die Voraussetzungen für die Schwimmwettbewerbe erfüllt, werden diese im Schwimmleistungszentrum in Wuppertal stattfinden.