1. NRW
  2. Wuppertal

Bausch-Tanzzentrum: Initiative setzt sich fürs Schauspielhaus ein

Bausch-Tanzzentrum: Initiative setzt sich fürs Schauspielhaus ein

Für Anfang 2014 ist die Gründung eines Fördervereins vorgesehen; 1000 Mitglieder das Ziel.

Wuppertal. Das letzte Wort ist längst nicht gesprochen, aber Wuppertal reibt sich schon die Hände. Als national bedeutsamen Kulturort benennt der in Berlin ausgehandelte Koalitionsvertrag ein Internationales Tanzzentrum Pina Bausch. Nicht bezeichnet ist dort, wo ein solches Zentrum entstehen soll. Freilich sieht sich Wuppertal als Favorit für den Standort.

Am gestrigen Montag fanden sich Vertreter aus Politik und Kulturleben im Opernhaus zusammen, um ihre Initiative „Freunde und Förderer Internationales Tanzzentrum Pina Bausch“ vorzustellen. Ziel ist es laut Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD- Landtagsfraktion, dem Tanztheater den Rücken freizuhalten und Finanzierungsperspektiven für die nächsten zwölf bis 15 Jahre zu entwickeln.

Neben Bund, Land und Kommune sollen dazu auch Bürger ihren Beitrag leisten. Für Anfang 2014 ist die Gründung eines Fördervereins vorgesehen, der sich diesem Anliegen verschreibt. Man hofft, aus dem Stand heraus 1000 Mitglieder gewinnen zu können, nicht nur in Wuppertal, sondern landesweit.

Klar definiert ist für die Förderer, dass das Tanzzentrum im ehemaligen Schauspielhaus angesiedelt werden soll. Freilich bereitet dieses Haus derzeit das größte Kopfzerbrechen. 42 Millionen Euro veranschlagt das Gebäudemanagement für die Sanierung, ein Betrag, den die Kommune nicht ohne Unterstützung aufbringen kann.

Bislang finanzieren Stadt, Land und Kunststiftung den laufenden Betrieb sowie Projekte des Tanztheaters. Stiftungen, Sponsoren und der Landschaftsverband Rheinland sollen hinzugezogen werden, um den ambitionierten Plan der Förderer umzusetzen. Dieser Plan schließt ein Pina Bausch Archiv ebenso ein wie den Ausbau des Zentrums zu einer Keimzelle für neue Impulse des modernen Tanzes. Bis zur Umsetzung werde noch ein zäher Kampf mit dem Bund anstehen, räumte Kämmerer Johannes Slawig ein. Zur Frage, ob ein saniertes Schauspielhaus noch für andere Zwecke zur Verfügung stehen könne, mochte sich der Kreis nicht äußern. „Für unsere Initiative ist das nicht relevant“, sagte Heinz Theodor Jüchter.