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Radspur am Wuppertaler Wall jetzt durchgehend befahrbar

Radverkehr : Radspur am Wall ist jetzt durchgehend befahrbar

Die Radspur am Wall ist nach mehr als einem Jahr jetzt durchgehend befahrbar. Die Überschneidung mit der Busspur wurde beseitigt.

Die Radspur am Wall ist jetzt durchgehend befahrbar. Die Stadt hat die Straßenaufteilung auf der Höhe des Neumarkts angepasst. Das war nötig, weil am oberen Ende des Walls, an der Ecke Neumarktstraße, die Linienführung nicht durchgehend verlief und Radfahrer auf der engen Straße Bussen entgegenkommen konnten. Die Straße war an der Stelle zu schmal, um Taxistände, Busse und Radspur nebeneinander aufzunehmen. Anfangs wurde das mit der Lücke im Radstreifen kompensiert - aber nach Beschwerden durch Radfahrer mit Verweis auf die Sicherheit wurde eine weitere Änderung nach einem Ortstermin im Sommer 2020 politisch beschlossen.

Jetzt hat die Stadt die großen Blumenkübel vor den Eingang der ehemals öffentlichen Toiletten versetzt. Dadurch ist mehr Platz entstanden, um die Taxen in Richtung Neumarkt zu versetzen.  Parallel wurde der Radstreifen durchgehend markiert. 2000 Euro habe das laut Stadt gekostet. Die Marktfläche sei davon nicht betroffen gewesen.

Der in der IG Fahrradstadt engagierte Radfahrer Christoph Grothe lobt die pragmatische Lösung, die in den Osterferien umgesetzt wurde. Jetzt gebe es die unangenehmen Situationen nicht mehr, dass Radfahrer und Busfahrer sich begegnen.

Er betont aber auch, dass mit dem Radstreifen langsam ein größeres Bild komplettiert werde von der Verbindung zwischen Nordbahntrasse und B7 oder Hauptbahnhof. Denn über die als Fahrradstraße geplante neue Friedrichstraße, den Wall und den Radweg an der B7 unterhalb der Einkaufsbrücke und die freigegebenen Busspuren und den Radstreifen an der Immermannstraße werde die Verbindung zwischen Tal und Trasse erstmals durchgehend befahrbar.

Auch Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD) spricht von einer guten Lösung für den Wall und einer Komplettierung der Strecken -  wenn natürlich auch Stückweise. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, sagt er scherzhaft, aber erfreut.

Die Stadt betont, dass die Änderungen mit der Taxizentrale abgesprochen worden seien. Deren Chef Nico Höttges ist dennoch skeptisch. Die Umgestaltung habe erneut einen Taxistellplatz gekostet - wenn auch geplant war, dass zwei Stellplätze wegfallen. Immerhin das sei positiv geregelt worden. Er sagt aber, dass die Taxifahrer sich am Wall  benachteiligt sehen. „Wir haben das Gefühl, immer Letzte zu sein.“ Bei der Umsetzung konkret bemängelt er den Abstand zwischen dem verbliebenen Blumenkübel an der Straße und dem Taxiplatz daneben -  der etwa zu eng sei, um Rollstuhlfahrern ins Taxi zu helfen. Er befürchtet, dass dort Kollegen ihre Türen kaputt machen werden. Auch würden die Plätze hinter der Zufahrt zum Neumarkt immer wieder zugeparkt von Lieferanten oder Handwerkern - praktisch fehlten die auch immer wieder. Er hofft, dass die Taxen bei der geplanten Neugestaltung des Neumarkts angemessen berücksichtigt werden.