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Mütter des Grundgesetzes: Wuppertal errichtet Denkmal für Helene Weber

Stadthistorie : Heimatförderung NRW: Helene Weber bekommt ein Denkmal

Das Land stellt insgesamt 100 000 Euro zur Verfügung. Am Mittwoch wird sich zunächst die BV Elberfeld mit dem Thema befassen.

Sie gehört zu den vier „Müttern des Grundgesetzes“: Zukünftig soll auch ein Denkmal an die gebürtige Elberfelderin Helene Weber erinnern. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW hatte das Jubiläum „70 Jahre Grundgesetz“ 2019 als Anlass genommen, Denkmäler in den Geburtsstädten von Weber und zwei ihrer nordrhein-westfälischen Kolleginnen zu initieren. 100 000 Euro soll es dazu aus der Heimatförderung für jede Stat geben. Am Mittwoch berät die Bezirksvertretung Elberfeld in ihrer Sitzung über den Vorschlag.

Als Denkmalort ist passenderweise der Helene Weber-Platz an der Ecke Nord-/Ludwigstraße im Quartier Mirke vorgesehen. Ein Konzept ist in Arbeit. Vorgesehen sind Boden-Natursteinplatten mit dem Schriftzug „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, eine Lichtinstallation mit einer Projektion auf eine Hausfassade, Wandgemälde auf der Betonmauer am nördlichen Rand des Platzes und ein Mitmachprojekt für Kinder- und Jugendliche im Quartier samt Einweihungsfest. Das soll im kommenden Jahr stattfinden.

„Ein gutes Projekt“, freut sich Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD). Vor allem das Konzept, das den multikulturellen Charakter des Quartiers abbilde, überzeuge ihn. Diese Lösung gefalle ihm auch deutlich besser als die der anderen beiden Städte, die „einfach Bronzeskulpturen aufstellen“. Die Wuppertaler Lösung sei dagegen „lebendiger“.

Ansonsten bestimmt das Thema Verkehr die Tagesordnung. Unter anderem geht es um die Brunnenstraße. Die Verkehrssituation dort ist wie an vielen Stellen am Ölberg heikel. Zuletzt sorgte für Aufsehen, als ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr praktisch stecken blieb aufgrund der parkenden Fahrzeuge (die WZ berichtete). Ein Bürgerantrag fordert nun ein Parkverbot auf einer Seite der Straße. Die Initiative Mobiler Ölberg wiederum fordert eher ein grundlegendes Konzept und eine „Neudefinition“ des Straßenraums. Ein Parkverbot allein, so die Befürchtung, würde eher dafür sorgen, dass die Autofahrer aufgrund der optischen Aufweitung der Straße nur noch schneller fahren.

Die Grünen hingegen haben praktisch beides in einem Antrag zusammengefasst: Als kurzfristige Lösung das Parkverbot, zumindest temporär - zusätzlich aber der Wunsch an die Verwaltung, schon bis zum ersten Quartal 2021 einen ersten Lösungsentwurf für ein Verkehrskonzept vorzulegen.

In der BV geht es auch um die Radspur am Wall

Thema am Mittwoch ist auch der Radfahrstreifen am Wall. In Höhe des Neumarkts sei die Situation gefährlich, hatten Radfahrer immer wieder moniert. Der Grund: Die Radspur ist dort unterbrochen, durch den Busverkehr wird es zu eng. Nachdem ein Bürgerantrag zunächst von der Verwaltung abgelehnt worden war, sah die Politik nach einem Ortstermin Handlungsbedarf. Die Situation soll verbessert werden - dafür müssten aber Taxistellplätze weichen. Die neue Vorlage der Verwaltung nimmt das auf. Die BV wird am Mittwoch darüber entscheiden.