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SPD und FDP freuen sich auf 2018

SPD und FDP freuen sich auf 2018

Zwei Parteiempfänge gaben Anlass zum Blick auf das kommende Jahr.

Kaarst. Das Jahr beginnt für die Kaarster Sozialdemokraten mit vielen offenen Fragen — dazu gehört nicht nur der Ausgang der Groko-Verhandlungen. Dennoch blickt man zuversichtlich in die Zukunft.

SPD und FDP freuen sich auf 2018
Foto: Woitschützke

„Neben Glück und Gesundheit wünsche ich uns allen eine neue Bundesregierung“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Anneli Palmen zu den Gästen des Neujahrsempfangs am Samstag. Sie gab einen Ausblick auf ein Jahr, in dem einige Leuchtturmprojekte anstehen: der Neubau der Gesamtschule, die neue Grundschule, der Sportstättenentwicklungsplan, der Ikea-Altstandort oder die Ausgliederung der Gebäudewirtschaft. „Das Thema Wohnen ist und bleibt im Fokus. Wir werden einen Runden Tisch initiieren, um zu klären, wie den explodierenden Mieten entgegengewirkt werden kann. Wohnen darf nicht zum Luxus werden“, so Palmen.

Gut 60 Personen kamen gestern Nachmittag zum Neujahrsempfang der FDP in der Pampusschule, darunter Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus und andere Vertreter der politischen Konkurrenz, vor allem von der CDU. Lokale Themen spielten so gut wie keine Rolle. Parteivorsitzender Heinrich Thywissen freute sich über die steigende Mitgliederzahl: „Vor zwölf Monaten hatten wir 58 Mitglieder, jetzt sind es 70.“ Zufrieden war er mit den Ergebnissen der Landtags- und der Bundestagswahl: „Im Stadtgebiet erzielten wir jeweils knapp 20 Prozent.“ Dass Christian Lindner unter die Jamaika-Sondierungen einen Schlussstrich gesetzt hatte, nehmen ihm die Kaarster Liberalen nicht übel.

Christoph Dammermann, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, machte eine kurze Anmerkung zum Thema „Konverter“: „Wir können lange über Standortfragen diskutieren, aber an der Tatsache, dass wir hier in der Gegend einen Konverter brauchen, kann kein Zweifel bestehen.“ Er mahnte, die Digitalisierung voranzutreiben. Für Unternehmen könne es sinnvoll sein, nicht auf staatliche Zuschüsse zu warten, sondern direkt selber mit eigenen Mitteln die Situation zu verbessern. Worüber sich die Liberalen sehr freuten: Dass sie wieder im Bundestag vertreten sind, und zwar mit 80 Abgeordneten. Zwei davon, Otto Fricke und Bijan Djir-Sarai, waren auch gekommen. „Jamaika wäre keine gute Bundesregierung geworden“, äußerte sich Dijr-Sarai. Fricke berichtete, dass er im Rahmen der Sondierungen jedes Entgegenkommen seitens CDU und CSU vermisst habe.