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Finissage: Junger Künstler zum Ende der D’Art geehrt

Finissage: Junger Künstler zum Ende der D’Art geehrt

Erster Platz für Eric Giessmann.

Dormagen. Mit einer Finissage endete nach sieben Wochen die 13. D’Art-Ausstellung in der Glasgalerie des Kulturhauses an der Langemarkstraße. Traditionell wurden dabei die besten drei Exponate gekürt.

Für eine Überraschung sorgte der erste Platz, der an Eric Giessmann ging. Der 25-Jährige aus Nievenheim nahm zum ersten Mal an einer Ausstellung teil. „Erster Sonnenstrahl“ heißt sein Öl-, Acryl- und Neon-Gemälde. Vor einem sich lichtenden Himmel ist eine Art Turm zu sehen, der von Wurzeln und Zweigen spiralförmig umschlossen wird. „Ich freue mich sehr“, sagte der Künstler, der wegen einer Tinnitus-Erkrankung taub ist.

Auf den zweiten und dritten Platz wurden von den teilnehmenden Künstlern, dem Organisationsteam und Medienvertretern zwei „alte Hasen“ der Dormagener Kunstszene gewählt. Jutta Kükenthal überzeugte mit ihrem Bild „Schwarze Gedanken“ (Acryl auf Leinwand). Das rot und schwarz dominierte Gemälde zeigt eine Katze, die in Luftblasen vor ihr hochschwebenden Vogeleiern auflauert. Bereits vor 35 Jahren hat die Künstlerin aus Hackenbroich begonnen, Katzenbilder zu malen. Trotz Einzelausstellungen in ganz Deutschland hat sie jetzt zum ersten Mal an der D’Art teilgenommen.

Auch Robert Küppers beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Kunst. Sein Schwerpunkt ist die Fotografie, den dritten Platz bei der D’Art hat er sich allerdings mit einem Gemälde gesichert. „Unbefleckte Empfängnis“ heißt das provokante Werk, das eine alte Madonnen-Statue mit Jesuskind darstellt, über die ein Kondom gestülpt wurde. „Welche Aussage das Bild hat, bleibt jedem selbst überlassen“, meinte Küppers. Vielen Dormagenern ist er als Mitarbeiter der VHS und der Stadtbibliothek bekannt.

Fest steht, dass es auch in zwei Jahren eine weitere D’Art unter einem neuen Motto geben wird. Zwei Juroren, Holger Hagedorn und Melanie Guthe, machen weiter. Der dritte im Bunde, Ulrico Czysche aus Zons, möchte selbst wieder zum Pinsel greifen und steigt deshalb aus dem Juroren-Team aus.