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Das Essen und Trinken bringt die Menschen einander näher

Das Essen und Trinken bringt die Menschen einander näher

Evangelisch-reformierte Gemeinde beging das Erntedankfest.

Neviges. „An Essen und Trinken kommt kein vorbei“, stellte Detlef Gruber fest. Vor dem reich geschmückten Altar in der Stadtkirche plauderte der Pfarrer evangelisch-reformierten Kirchengemeinde anlässlich des Erntedankfestes über die Nahrungsaufnahme. „Dabei ist Essen für manche so eine Art Ersatzreligion geworden, mit Überzeugungen wie vegan, vegetarisch oder flexitarisch. Schauen Sie sich auch so gerne eine der zahlreichen Kochsendungen im Fernsehn an?“, wollte der Prediger wissen, der feststellte, dass Essen die Menschen zusammen bringt. „Ist das Essen gut, ist das halbe Fest gerettet“, so seine Erfahrung.

„Nach biblischem Verständnis ist Essen und Trinken nicht nur Nahrung für den Leib, sondern auch für die Seele. Der Wein soll den Geist erfreuen, das Brot das Herz stärken. Korn und Wein sind Ausdruck des göttlichen Segens. Die Vielfalt der Pflanzen ist Ausdruck von Gottes Güte, die wir im wahrsten Sinne des Wortes schmecken und fühlen können. Die Liebe Gottes geht durch den Magen. Essen und Trinken macht uns bewusst, dass wir in Verbindung mit dieser Welt und dem Schöpfer stehen. Dankbarkeit und Anbetung ist Ausdruck der Menschlichkeit“, so der Theologe, der in Jesus das größte Vorbild der Dankbarkeit sieht. „Das tat er auch das vor dem Abend seiner Kreuzigung. Er dankt für Brot und Wein — er dankt für das Leben“, so die Auslegung des Geistlichen, der im Erntedankfest den Dank für das Leben sieht. Die Bedeutung des Tages unterstrich der Posaunenchor, der kraftvoll den Gottesdienst musikalisch gestaltete — am Ende dankte die Gemeinde mit langem Applaus.

Weil eben Essen und Trinken die Menschen zusammenführt, lud Pfarrerin Stefanie Stute nach dem Gottesdienst ins Kirchencafé zu selbstgebackenem Zwiebel- und Gemüsekuchen, Brot, Dips sowie Kaffee und Saft ein.