Bauvoranfrage: Forensik rückt näher

Das Land stellt eine Bauvoranfrage für das Gelände der Diakonie in Aprath.

Wülfrath. Das Land hat Freitag eine Bauvoranfrage für eine forensische Klinik auf dem Gelände der Bergischen Diakonie Aprath (BDA) auf den Weg gebracht. Damit soll geklärt werden, ob eine solche Einrichtung dort planungsrechtlich überhaupt möglich ist, hieß es.

„Wir wollen die Standortentscheidung im Landgerichtsbezirk Wuppertal beschleunigen. Das Gelände in Aprath ist kompliziert. Wir wollen wissen: Geht es oder nicht?“, sagte Christoph Meinerz, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf. Das Ergebnis werde dann in die Abwägung über den am besten geeigneten Standort einbezogen. Nach wie vor würden auch andere Flächen geprüft.

Adressat der Bauvoranfrage ist die Bezirksregierung. Diese wird die Stadt Wülfrath in dem Verfahren anhören. „Für mich heißt das jetzt, dass Aprath in der engeren Wahl ist. Es bedeutet keine Standortentscheidung“, sagte Bürgermeisterin Claudia Panke. Das Grundstück sei aber offenbar so interessant, dass das Prüfverfahren nun angegangen werde. „Wir werden unser Anhörungsrecht ausüben und die Bauvoranfrage tiefschürfend prüfen“, sagte Panke. Die Entscheidungsgewalt, ob die Forensik nach Wülfrath kommt oder nicht, hat die Stadt nicht.

Die BDA hatte Ende 2012 angeboten, dem Land Teile ihres Geländes für den Bau einer forensischen Klinik zu verkaufen. Für die erforderliche Verlagerung von Kinder- und Jugendeinrichtungen gibt es ein Konzept.

Die Entscheidung der Bezirksregierung über die Bauvoranfrage könne bis zu sechs Monaten dauern, sagte Meinerz.

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