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Hilden: „Dieses Jahr sind mal die Senioren dran“

Inner-Wheel-Präsidentin Andrea Neumann : „Schenken kann jeder, der möchte“

Der Inner-Wheel-Club Hilden-Haan-Neanderthal stellt einen Wunschbaum in der Sparkassen-Filiale Mittelstraße auf.

Präsidentin Andrea Neumann und ihre Mitstreiterinnen des „Inner Wheel Clubs“ Hilden-Haan-Neanderthal möchten bedürftigen Senioren Weihnachtswünsche erfüllen. In der Sparkassenfiliale Mittelstraße wird in der Adventszeit einen Wunschbaum stehen. Die Schirmherrschaft hat Hildens Bürgermeister Claus Pommer übernommen. Hier spricht sie über das Vorhaben.

Wie sind Sie auf die Idee zur Wunschaktion gekommen?

Andrea Neumann: Im Corona-Jahr musste ja leider vieles ausfallen. Gerade Senioren sind stark von Einsamkeit betroffen, so wird es beispielsweise keine Weihnachtsfeier für Alleinstehende geben. Dem möchten wir mit der Erfüllung eines Wunsches ein bisschen entgegenwirken und den Senioren die Advents- und Weihnachtszeit verschönern. Uns geht es nicht darum, für irgendein anonymes Projekt Geld zu spenden, sondern konkrete „Hands-On“-Mentalität zu leben.

Wer kann bei der Aktion ­mitmachen?

Neumann: Die Beschenkten, das heißt bedürftige Senioren, werden von unseren Kontakten in den Einrichtungen für Senioren ausgewählt. Über das Seniorenbüro der Stadt halten wir beispielsweise Kontakt zur Tafel und zu den Nachbarschaftstreffs. Schenken kann jeder, der möchte: Die Senioren schreiben ihren Wunsch auf einen Stern, der an einem Weihnachtsbaum in der Sparkasse steht. Jeder Bürger kann einen solchen Stern mitnehmen und einem Senior seinen Wunsch erfüllen. Selbstverständlich bleibt alles aus Datenschutzgründen anonym, auch wenn es schade ist, dass in diesem Jahr persönliche Aktionen so leiden.

An welche Art von Wünschen und welchen Preisrahmen haben Sie gedacht?

Neumann: Vielleicht wünscht sich jemand einen Krimi oder einen Zuschuss für einen Friseurbesuch, vielleicht auch einen Gutschein für eine Kosmetik-Behandlung. Viele Großmütter und Großväter denken ja immer an ihre Kinder und Enkel, aber nie an sich selbst. Preislich haben wir an rund 20 Euro gedacht. Die Geschenke können dann an den Schaltern der Sparkasse abgegeben werden.

Aus Ihrer Heimatstadt Haan und anderen Städten kennt man ähnliche Aktionen
für Kinder.

Neumann: Ja, bei der Caritas in Haan habe ich viele Jahre die Kinderwunschbäume begleitet. Als ich dann aber zunehmend hörte, welch horrende Vorstellungen Kinder haben, für die ein Geschenk unter einer Playstation oder einer Smartwatch leider heutzutage oft gar nicht mehr zählt, habe ich mir gedacht: Nun sind mal die Senioren dran.

Wann wird der
Baum ­aufgestellt?

Neumann: Voraussichtlich in der Woche vor dem ersten Advent. Sobald wir das genaue Datum kennen, geben wir der Presse Bescheid. Und dann sind wir gespannt, wie viele Wünsche kommen: 30 oder 130 oder wie viele auch immer. Wir werden Erfahrungen machen und eine solche Aktion sicher noch einmal organisieren. Wir hoffen, dass viele Hildener uns unterstützen.