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Haan: Angern gibt nach fast 25 Jahren Awo-Vorsitz ab

Generationswechsel bei der Arbeiterwohlfahrt Haan : Frieder Angern sagt der Awo nach 25 Jahren Ade

Generationswechsel bei der Arbeiterwohlfahrt Haan:  Holger Hackpfeil ist der neue Vorsitzende.

Es war der 14. Mai 1997, als Frieder Angern den Vorsitz der Arbeiterwohlfahrt in Haan übernahm. Fast 25 Jahre später – am 5. Dezember 2021 – wird der Vorstand auf der Mitgliederversammlung des Ortsvereins einstimmig entlastet. Neuer Vorsitzender ist der 52-jährige Holger Hackbeil. „Es ist ein Generationswechsel, der da stattfindet“, erklärt Angern. „Das war eine Arbeit, die ich unheimlich gern gemacht habe.“ Nach so langer Zeit im Amt sei es aber Zeit für ein wenig frischen Wind. „Mein Anspruch war es, jeden Tag eine gute bis sehr gute Leistung für unsere Klienten anzubieten“, erklärt Angern.

Eine gebührende Verabschiedung nach einem Vierteljahrhundert als Awo-Chef gibt es nicht – zumindest noch nicht. Dies soll im Frühjahr nachgeholt werden, sofern es die Corona-Situation wieder zulässt. 

Ein Leben ohne Ehrenamt und soziales Engagement kennt der ehemalige Gymnasiallehrer, der zuletzt auch stellvertretender Schulleiter in Solingen war, kaum. Schon mit 14 hat er sich in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt, später kam die Soziale Arbeit hinzu. Frieder Angern war auch langjähriges SPD-Ratsmitglied, Fraktionschef und stellvertretender Bürgermeister. 

Als Frieder Angern 1997 den Vorsitz der Awo übernahm, war der Ortsverein noch an der Turnstraße ansässig. Doch das alte Haus wurde irgendwann für die vielen Gruppen im Treff zu klein. Im Jahr 2000 zog der Ortsverein in die neue Einrichtung an die Breidenhofer Straße 7. 

Auch für Angern kamen durch die Pandemie neue Hürden hinzu. Zeitweise musste der Treff geschlossen werden. Die Einkaufshilfe sei in den vergangenen anderthalb Jahren jedoch gut gelaufen. Bislang gehörte die Awo fest zum Tagesplan von Frieder Angern. Nun freut er sich, einfach Zeit für sich zu haben, die er dann vielleicht mit einem seiner Hobbies verbringt. Vor 16 Jahren hat er angefangen Klarinette zu spielen, außerdem malt und wandert er gern, verbringt Zeit mit seinen Enkeln. „Mehr freie Zeit, das ist etwas Wertvolles“.