Krefelder Turnklub ist fest in Familienhand

Krefelder Turnklub ist fest in Familienhand

Seit 85 Jahren gibt es den Krefelder Turnklub. Geprägt wurde er vor allem durch die Fonkens.

Krefeld. Der Turnklub Krefeld wird in diesem Jahr 85 Jahre alt. Neben Turnen können die fast 400 Mitglieder im Verein auch Handball, Volleyball, Badminton und Gymnastik ausüben. Aushängeschild der Blau-Weißen ist der Handball. Das erste Team spielt in der Landesliga. Viele Familien haben den Turnklub im Laufe der Zeit mitgestaltet, doch geprägt hat ihn in besonderer Weise die Familie Fonken.

Die heutige Geschäftsführerin Ute Limbach (geborene Fonken) stellt bereits die dritte Generation der Familie dar und ist von klein auf durch ihren Vater Rudi Fonken in die Vereinsarbeit integriert worden. Seit vielen Jahren leitet Ute Limbach, die seit 45 Jahren Mitglied des KTK ist, die Geschäftsstelle des Turnklubs Krefeld.

Vor Jahren heiratete die 48-Jährige Mario Limbach, der vor zehn Jahren das Amt des ersten Vorsitzenden übernahm. "Damals habe ich aus der Not den Vorsitz übernommen, es war sonst niemand da", sagt Limbach. Der 46-jährige konnte ein junges Vorstandsteam für sich gewinnen, das neue Wege gehen wollte.

Keine langen Sitzungen, dafür ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch - so führt der Fischelner seinen KTK. Der Verein sei für ihn eine Herzensangelegenheit, dafür steckt Limbach auch mal persönlich zurück. Obwohl Handball nicht zu seinen persönlichen Lieblingssportarten gehört, kann man den Vorsitzenden von Zeit zu Zeit als Zeitnehmer oder Kassierer bei den Handballern finden.

Badminton und Fitnesssport haben es Mario Limbach angetan, aber auch Gymnastik. "Wenn ich Zeit habe, gehe ich zur Wirbelsäulengymnastik."

Auf die Gymnastikabteilung seines Turnklubs ist der Vorsitzende stolz. Ebenso auf die vielen Menschen, die für den KTK etwas bewegt haben. Zum Beispiel in der Jugendarbeit, die unter Lars Albert (auch die Alberts sind mit drei Generationen im Verein vertreten) im Jahr 1996 reaktiviert werden konnte.

Mario Limbach selbst organisiert Jugendfreizeiten der Handballabteilung. In diesem Jahr geht es an die Nordsee. Und dann freuen sich die Jugendlichen auf "Schlag den Mario". So heißt ein Wettbewerb, der sich an Stefan Raabs TV-Show anlehnt und bei dem es darum geht, in verschiedenen Aufgabengebieten besser zu sein als der Vorsitzende. "Besonders die A-Jugendlichen brennen darauf, den Präsidenten zu besiegen", sagt Mario Limbach. Für den Vorsitzenden ist sein Verein eben nicht nur Hobby, sondern Leidenschaft.

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