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Krefelder Naturschützer: Letzten Gartenschnitt und Laub liegenlassen

Tier-Rettung : Krefelder Naturschützer: Letzten Gartenschnitt und Laub liegenlassen

Igel brauchen solche Möglichkeiten zum Unterschlupf, wirbt der Naturschutzbund Krefeld-Viersen. Vor allem für ihren geschützten Winterschlaf. Ohne ihn verhungern sie mangels Nahrung.

Eigentlich halten Igel von November bis März Winterschlaf. Wer jetzt also noch einen der stacheligen Gesellen antrifft, sollte aufmerksam werden. Denn die Tiere brauchen den Winterschlaf, weil sie in der kalten Jahreszeit nicht genug Nahrung finden und sonst verhungern würden. Ihre Körpertemperatur sinkt deshalb im Winterschlaf von 36 Grad auf fünf Grad ab, der Stoffwechsel wird heruntergefahren. Menschliche Hilfe benötigt ein Igel, wenn er bei Wintereinbruch unter 500 Gramm wiegt oder trotz Frost noch im Freien herumläuft beziehungsweise wenn er tagsüber unterwegs ist oder irgendwo herumliegt. Eine der Anlaufstellen für Krefelder, wenn sie wissen wollen, ob das Verhalten eines Igels bedeutet, dass er in Gefahr ist, oder wenn ein Igel sogar verletzt ist, ist das Tierheim Krefeld am Flünnertzdyk. Dort kennt man sich mit dem Verhalten der Igel aus und kann Ratschläge geben. Gefährdete Igel werden dort aufgenommen. Das Tierheim ist unter Tel. 02151/562137 zu erreichen.

Gartenbesitzer können übrigens ganz leicht Räume für Igel schaffen. Und das sollten sie auch, sagen die Experten vom Naturschutzbund Krefeld-Viersen. Denn der Lebensraum für Igel sei „sehr eng geworden“. Unterschlupf bieten können zum Beispiel ein Gebüsch mit Bodendeckern oder ein Laubhaufen, der in eine Ecke des Gartens gefegt wird. Unter Laubhaufen können Igel viele Insekten als Nahrung finden. Die stacheligen Vierbeiner fressen Larven, Käfer, Regenwürmer, Tausendfüßler und Grillen und trinken Wasser. Weitere Infos gibt es auch auf der Homepage des Naturschutzbunds Krefeld-Viersen:

https://www.nabu-krefeld-viersen.de/tiere-pflanzen/igel/