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Rath und Mörsenbroich: Geldsegen für die Quartiere

Rath und Mörsenbroich: Geldsegen für die Quartiere

In fünf Jahren werden zwei Stadtteile für über 3,8 Millionen Euro verschönert.

Düsseldorf. In den kommenden Jahren ergießen sich 3,86 Millionen Euro Steuergelder über die Stadtteile Rath und Mörsenbroich.

Bund, Land und Stadt finanzieren damit ein Erneuerungsprojekt, das innerhalb von fünf Jahren die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig verbessern soll.

Diese „Soziale Stadt“ nimmt ihren Auftakt auf dem Vorplatz des Jungen Schauspielhauses hinter der Münsterstraße.

Der Vorplatz ist eine unendliche Geschichte, die damit begann, dass man dem Theater ein Wohnriegel vor die Nase setzte. Der Vorplatz ist damit zugleich Hinterhof. Und jede noch so raffinierte Idee scheitert an den Nachbarn, die auf Lärmschutz pochen.

23 Teilnehmer, darunter Stadtplanungs- und Gartenamt, die Essener Landschaftsplaner Davids und Terfrüchte sowie Theaterleute, Jugendfreizeiteinrichtungen, Mieterbüro, Politiker und Polizei, aber auch Kinder und Jugendliche beteiligten sich an den Plänen. Herausgekommen ist eine Minimallösung, die dennoch 250 000 Euro kostet.

Mitte: Die unendliche Geschichte mündete in einer „neuen Platzmitte, die aus einem farbig abgesetzten Oval auf dem Boden und dem schon vorhandenen Container besteht, dessen Fassade als Kulisse für Aufführungen dienen kann. Ein hoher Lichtmast mit Spots kann den Bereich vor dem Container bei Veranstaltungen ausleuchten.

Rahmung: Selbstverständlich dient die Fassade des Jungen Schauspielhauses der Platzgestaltung. Der breite Weg von der Münsterstraße zum Theater und zu den Wohngebäuden bleibt frei. Der Bordstein zur Schwietzkestraße kann gegebenenfalls abgesenkt werden, damit der Vorplatz barrierefrei wird. Jeweils drei Fahnenmasten am südlichen Platzrand und an der Münsterstraße setzen Akzente.

Grüner Paravent: Spalierbäume sollen einen „grünen Filter“ zu den Wohngebäuden schaffen. Bodendecker und Gräser bilden eine Grenze zu einem privaten Gartengrundstück.

Sitzelemente: Farbige, verschiebbare Elemente aus Kunststoff können zu einer Bühne, einem Laufsteg oder einem Kubus zusammengeschoben werden. Eine feste Stadtmöblierung ist nicht geplant.

Fahrradständer: Für die Radfahrer unter den Gästen und Theaterleuten werden Fahrradständer an der südlichen Kante des Jungen Schauspielhauses installiert. Die abschließbare Fahrradbox der Schauspieler wird versetzt.

Spielplatz: Der Übergang zum Spielplatz Schwietzkestraße wird durch Farben gestaltet. Die Sträucher in den Baumscheiben werden entfernt.

Innenhöfe: Zwei monotone Innenhöfe der Städtischen Wohnungsgesellschaft an der Säckingerstraße werden in Hausgemeinschaftsgärten verwandelt. Eine größere Außenfläche der Kita Scheffelstraße gehört ebenso dazu wie ein Fuß- und Radweg („Rather Korso“) entlang des Bahndamms, der Umbau des Rather Familienzentrums und die Kletterwand an der Turnhalle des Schulhofs Rather Kreuzweg durch eine Kletterwand gehören dazu.

Dirt-Bike-Park: Von der Bezirksregierung abgelehnt wurde lediglich ein Dirt-Bike-Park für BMX- und Mountainbike-Sportler an der Opitzstraße, er wird nun aus Mitteln der Bezirksvertretung 6 finanziert.