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An der Leverkusener Rheinbrücke geht es nicht wie geplant weiter

Bauarbeiten verzögern sich : Wann geht es an der Leverkusener Rheinbrücke weiter?

Der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke liegt seit längerem still. Ursprünglich sollte es Ende Januar weitergehen, doch daraus wird noch nichts.

Der Weiterbau der Leverkusener Rheinbrücke verzögert sich. Entgegen ursprünglicher Planung würden die Bauarbeiten Ende Januar noch nicht wieder aufgenommen, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes. Dennoch gehe man davon aus, dass die erste der zwei geplanten Brücken wie bisher geplant Ende 2023 fertig werde.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch berichtete, zieht sich das komplizierte Ausschreibungsverfahren für das Bauwerk noch in die Länge. Um den Brückenbau bewerben sich ein Baukonsortium um den Stahlbauer SHG Engineering aus Hannover und ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen deutschen Bauunternehmen. Beide müssen jetzt noch einmal neue Preisangebote vorlegen.

Die Baustelle steht seit Ende April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW dem österreichischen Baukonzern Porr gekündigt. Der Grund dafür waren laut Straßen.NRW mangelhafte Stahlbauteile, die in China hergestellt worden waren. Porr wies die Vorwürfe zurück.

Arndt Klocke, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, kritisierte, auch wenn die Landesregierung die erneute Verzögerung des Weiterbaus nicht verschuldet habe, müsse sie dringend eine politische Initiative auf den Weg bringen. Die derzeitigen Ausschreibungs- und Vergabekriterien müssten geändert werden. „Dabei sollten Nachhaltigkeit und Qualität einen deutlich höheren Stellenwert bekommen und nicht länger der Preis das einzig ausschlaggebende Kriterium für die Auswahl der Baufirmen sein“, forderte Klocke.

Die Autobahnbrücke ist Teil des stauanfälligen Kölner Autobahnrings. Über die Brücke rollt ein großer Teil des Fernverkehrs in Richtung Belgien und Frankreich. Allerdings ist die gut 50 Jahre alte Brücke derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen.

(dpa)