Hamburger Kunsthalle wird modernisiert

Hamburger Kunsthalle wird modernisiert

Hamburg (dpa) - Die Hamburger Kunsthalle soll im alten, neuen Licht erstrahlen. Dafür werden der Gründungsbau von 1869 und der neoklassizistische Erweiterungsbau von 1919 für 22 Millionen Euro modernisiert.

„Die Kunsthalle wird dadurch noch attraktiver für die Besucher und kann ihre internationale Bedeutung weiter ausbauen“, sagte die Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Dienstag im Hamburger Rathaus. Ein Großteil des Geldes stammt von dem Unternehmer Alexander Otto, der 15 Millionen Euro an Planungs- und Bauleistungen als Sachspende bereitstellt. Die Stadt Hamburg gibt sieben Millionen Euro zur Sanierung der Depots und der Außenanlagen dazu.

„Schon die Gründung der Kunsthalle geht wesentlich auf bürgerschaftlichen Einsatz zurück. Insofern steht das Engagement von Dorit und Alexander Otto in einer guten Tradition. Der Hamburger Senat ist hierfür sehr dankbar“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner freute sich, dass nun „viele Wünsche in Erfüllung gegangen sind“. „Nun wird das zusammengefügt, was zusammengehört“. Der neue Eingang werde der Kunsthalle ein neues Gesicht geben.

Kernstück des Projektes ist die Wiederbelebung des historischen Haupteinganges im Gründungsbau - der jetzige Eingang liegt seitlich am Erweiterungsbau. Damit kann das Foyer und das seit 1919 ungenutzte Treppenhaus hell und modern umgestaltet werden. Mit der Wiedereröffnung sollen alle drei Gebäudeteile der Kunsthalle zu einem einzigen Museumskomplex zusammengeführt werden. Drittes Gebäude ist die 1997 eröffnete Galerie der Gegenwart nach Plänen des Architekten Oswald Mathias Ungers. Der bisherige Rundgang durch die Sammlung der Alten Meister und das 19. Jahrhundert soll verbessert werden und ein zentraler Saal für Vorträge entstehen. Am Ort des alten Café Liebermann entsteht ein neues Museumscafé.

Die Modernisierung soll im Herbst 2014 beginnen. Die Galerie der Gegenwart bleibt für die Besucher geöffnet, vom 1. Juli an werden der Erweiterungsbau und der Gründungsbau jedoch geschlossen. Neben wechselnden Sonderausstellungen werden die Highlights der Sammlung im Ungers-Bau gezeigt. Die Wiedereröffnung aller drei Gebäudekomplexe ist für Frühjahr 2016 geplant.

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