Fell oder Wolldecke? So bleibt es warm im Kinderwagen

Fell oder Wolldecke? So bleibt es warm im Kinderwagen

Tonndorf (dpa/tmn) - Die klirrende Kälte setzt auch den Kleinsten zu. Viele Eltern machen sich Gedanken, wie sie ihr Baby im Kinderwagen vor den Minusgraden schützen können. Elke Pirrhs vom Hebammenlandesverband Thüringen gibt hierzu einige Tipps.

Ein Schaffell im Boden des Kinderwagens schützt Babys vor Kälte - es kann aber allergische Reaktionen auslösen. Eltern sollten daher darauf achten, ob sich das Kind ungewöhnlich verhält. „Wenn es schwer atmet oder rote Flecken bekommt, dann kann das Fell daran schuld sein“, sagt Elke Pirrhs vom Hebammenlandesverband Thüringen. Auch Hustenanfälle seien ein mögliches Zeichen für eine Allergie gegen das Schaffell.

Vorsicht ist vor allem geboten, wenn die Eltern oder nahe Verwandte eine Allergie gegen Tierhaare haben. „In dem Fall sollte man es mit einem Schaffell nicht versuchen, denn die Gefahr ist erhöht, dass das Kind selbst eine Allergie bekommt.“

Eltern sollten ihr Kind bei Minustemperaturen grundsätzlich ständig im Auge behalten und zusätzlich immer wieder im Ärmel und am Nacken fühlen, wie warm oder kalt ihm ist. Alternativen zum Lammfell sind Wolldecken oder isolierende Styroporplatten. Hilfreich sind auch gefütterte Fußsäcke. „Baumwolldecken könnten zu wenig sein“, sagt Pirrhs. Sinnvoll sei es zudem, den Kinderwagen vor dem Spaziergang mit Wärmflaschen vorzuwärmen. „Bevor man das Kind hineinlegt, sollten die Flaschen aber wieder herausgenommen werden. Denn wenn sie sich öffnen würden, könnte das Kind fatale Verbrühungen erleiden.“

Dem Schutz vor dichtem Schneetreiben dienen Mullbinden über dem Kinderwagenverdeck. „Die lassen keinen Schnee rein, sind luftdurchlässig und halten zusätzlich warm“, erklärt Pirrhs. Sie rät Eltern, genau zu überlegen, wann sie mit dem Kind ins Freie gehen. Wenn die Temperaturen weit unter zehn Grad Minus lägen, sei es besser, im Warmen zu bleiben. „Vor allem sehr trockene Kälte kann den Lungen von Säuglingen schaden.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung