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Mit Knuddel-Knut in den April geschickt

Mit Knuddel-Knut in den April geschickt

Aprilscherze: Strandplätze in NRW, Fahren bei roter Ampel oder ein Meteorit in Remscheid – selten wurde so viel gelogen wie am Sonntag.
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Düsseldorf. Knut ist der Star unter den Aprilscherzen. Gleich mehrere Zoos meldeten, dass er bald zu ihnen käme. In aller Welt wurde am Sonntag zum 1. April gelogen - zum Teil sehr skurril:

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus verkündete, dass Knut nach Rostock umzieht. Aus Berlin verlautete, dass er übers Internet versteigert wird, um den Stadt-Haushalt zu sanieren. In der Schweiz hieß es, Knut ginge auf Europa-Tournee, und die erste Station sei Zürich.

Im Städtedreieck Solingen-Remscheid-Wuppertal, genau unter der Müngstener Brücke, lag gestern ein Meteorit - zumindest behauptete das ein lokaler Radiosender. Das Technische Hilfswerk sicherte den Fußball-großen Steinbrocken.

In einer Kleinen Anfrage im Landtag forderte der SPD-Abgeordnete Karl Schultheis touristische Konzepte für den Fall, dass Nordrhein-Westfalen wegen des Klimawandels zur Küstenregion werde. Es müsse sichergestellt sein, dass die besten Strandplätze den Bürgern im Land vorbehalten seien.

Geradezu gefährlich war ein Aprilscherz in Südafrika. Ab sofort stehe Rot für "freie Fahrt" und Grün für "Stopp". Der Grund: Minibus-Taxifahrer würden bei Rot prinzipiell nicht anhalten.

Das Institut der deutschen Wirtschaft schlägt vor, den Jahresurlaub von Arbeitnehmern um eine auf fünf Wochen zu kürzen. Das würde die CO2-Belastung reduzieren, weil Bürger weniger Zeit für Reisen hätten.

Zeitdiebstahl an Hotlines solle als betrügerische Straftat eingestuft werden, fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Die Deutschen verbrächten zu viel Zeit in Telefon-Warteschleifen.

Die ARD kündigte an, die Titelmelodie der Tagesschau nicht mehr live von einem Orchester spielen zu lassen. Der berühmte Gong werde weiter vom Chef vom Dienst geschlagen.