Wuppertal Bewegung: Der Trassenbau dauert bis 2020

Wuppertal Bewegung: Der Trassenbau dauert bis 2020

Rad- und Wanderweg soll Ende 2014 aber auf ganzer Länge nutzbar sein.

Wuppertal. Das Versprechen steht: Ende 2014 soll die Nordbahntrasse zwischen Vohwinkel und Nächstebreck auf ganzer Länge zur Verfügung stehen. „Tatsache ist aber auch, dass sich die Arbeiten an den Bauwerken der Trasse nach unserer Einschätzung mindestens bis 2020 hinziehen werden“, erklärt Lutz Eßrich, 2. Vorsitzender der Wuppertal Bewegung, im Gespräch mit unserer Zeitung.

„In jedem Fall soll der Rad- und Wanderweg aber auch dann durchgehend nutzbar bleiben — wenn auch mit entsprechenden Einschränkungen an den Baustellen.“ Zu diesem Ergebnis sei man in Gesprächen mit der Stadt gekommen. Sie ist nach wie vor Bauherrin auf der Nordbahntrasse, was insbesondere auch die Instandsetzung der Brücken und Tunnelanlagen betrifft.

Davon ausgenommen ist der Tunnel Engelnberg. Er wird unter der Federführung der Wuppertal Bewegung auf Vordermann gebracht, und das frühestens ab 2. Juni, wie Eßrich berichtet: Derzeit warte man noch auf die Angebote der Baufirmen und plane mit einer Bauzeit von drei Monaten. Und auch dieses Bauwerk werde während seiner Instandsetzung gesperrt sein, wie viele andere Anlagen auf der Nordbahntrasse in diesem Jahr auch. „Es geht nicht anders.“

Demnach sieht die Übereinkunft mit der Stadt — sie muss mit Blick auf die Fördermittel für das 30 Millionen-Euro-Projekt auch mit der Bezirks- und Landesregierung abgestimmt werden — einige Provisorien vor.

Eßrich nennt das Steinweg-Viadukt in Barmen als Beispiel: Auf der Oberseite dieser markanten Brücke werde in diesem Jahr soweit gearbeitet, dass die Trasse auch dort nutzbar ist, während es 2015 dann an die Außenseiten des Viadukts gehe.

Wie berichtet, muss auch diese Trassenbrücke nach ihrer Abdichtung erst einmal mehrere Jahre lang durchtrocknen, bevor ihre Unterseite saniert werden kann und sich damit dann auch die Fangnetze gegen Steinschlag erübrigen.

Eßrich: „Hat man diesen Vorlauf und die Vielzahl der Bauwerke vor Augen, ist man dann sehr schnell beim Jahr 2020. Mindestens.“

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