Handball: TV Beyeröhde hat sich noch nicht aufgegeben

Handball: TV Beyeröhde hat sich noch nicht aufgegeben

Laura Magelinska verweist auf das Beispiel Nellingen. Samstag Gastspiel in Weibern.

Wuppertal. "Ich glaube nicht, dass wir absteigen." Diese mutige Prognose, die angesichts von 0:12-Punkten und dem letzten Tabellenplatz wie ein Gruß aus Wolkenkuckucksheim klingt, kommt vor dem Auswärtsspiel am Samstag bei TuSWeibern (19.30 Uhr Robert-Wolff-Halle) von Laura Magelinskas, der wurfgewaltigen Rückraumspielerin des TV Beyeröhde.

Die österreichische Nationalspielerin belegt ihre optimistische These auch gleich mit einem Beispiel. "In der vergangenen Saison bin ich mit Nellingen auch mit 1:11-Punkten gestartet und dann haben wir am Schluss mit 15 Pluspunkten noch Platz neun belegt. Und in diesem Jahr ist Nellingen mit nahezu der gleichen Mannschaft alleiniger Tabellenführer."

Wobei die 20-Jährige betont, dass sie den Wechsel von Nellingen nach Beyeröhde nie bereut hat. "Wenn wir jetzt nur noch zwei Spiele zu absolvieren hätten, dann müssten wir Angst haben. Aber es sind doch noch 16, und da haben wir noch jede Menge Chancen, unsere Situation zu verbessern."

Ähnliche Zuversicht verbreitet Trainer René Baude, der allerdings auch eine Reihe von Mängeln aufzeigt. "Wir brauchen einfach zu viele Angriffe, um Tore zu erzielen. Daran müssen wir weiterhin arbeiten", sagt Baude, der ausgerechnet hat, dass jede Spielerin pro Woche etwa 400 Torwürfe beim Training absolviert. "Vieles ist eine Kopfsache, sonst wären wir nicht am letzten Samstag beim Stande von 19:21 eine Viertelstunde vor Schluss noch so eingebrochen und hätten mit zehn Toren Unterschied verloren."

Etwas anderes hat Baude zudem ausgemacht: "Wenn Einige in unserem Kader seit dem Bundesligaaufstieg 2007 nur fünf Mal gewonnen haben, dann ist offenbar auch das Schmerzempfinden bei einer Niederlage verloren gegangen. Hätten wir jetzt 12:0-Punkte, dann würde eine Schlappe viel mehr Ärger verursachen."

Nicht gerade rosige Aussichten gibt es für den TV Beyeröhde vor dem Gastspiel bei dem Tabellendritten TuS Weibern, der mit dem 29:28-Erfolg bei Sachsen Zwickau bewiesen hat, dass er auch enge Spiele gewinnen kann, sich aber bei weitem noch nicht als sicheren Play-off-Kandidaten ansieht. "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen", sagt René Baude und hofft natürlich, dass seine Mannschaft getreu diesem Leitsatz endlich den aktiven Part übernimmt.

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