Tönisvorst: Neue Lampen für Laternen

Tönisvorst: Neue Lampen für Laternen

Beleuchtung: In Tönisvorst wurde umgerüstet: Das hilft dem Klima und soll auf Dauer die Kasse schonen.

Tönisvorst. Nachts erstrahlt Tönisvorst seit einiger Zeit in gelbem Licht. Dafür sorgen moderne Natriumdampf-Hochdruck-Lampen. Die sollen der Stadt helfen, Energiekosten zu sparen und trotzdem die ausreichende Beleuchtung der Straßen sicherzustellen.

2008 war innerhalb der Stadtverwaltung das Ziel formuliert worden, die Straßenbeleuchtung zu modernisieren. Im folgenden Jahr gab es eine bundesweite Ausschreibung, bei der Ideen für die Modernisierung eingeholt wurden. Den Zuschlag erhielt dann die Firma Horlemann aus Uedem.

"In den letzten vier Monaten haben wir 3200 Leuchtmittel in Tönisvorst ausgetauscht und eine neue Trafosteuerung eingerichtet", erklärt Geschäftsführer Josef Horlemann. Viele Tönisvorster haben den Umbau in den vergangenen Wochen bemerkt. Es kam zu Störungen und teilweise auch zu Ausfällen in der Beleuchtung.

Die neuen "Birnen" sollen nun 32 Prozent Einsparung bringen. Die Stadt geht davon aus, dadurch jährlich rund rund 70.000 Euro zu sparen. "Das Ziel ist: mehr Licht, weniger Strom", bringt es Horlemann auf den Punkt. Das neue Trafosystem ermöglicht eine intelligente Steuerung der Beleuchtung. So wird das Licht zum Beispiel zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens gedimmt. Mit dem bloßen Auge wird man diese Veränderung nicht wahrnehmen können, sagt der Firmenchef.

Die neuen Leuchtmittel haben außerdem eine längere Lebensdauer, als die alten Birnen und sollen den CO2-Ausstoß per anno um 235 Tonnen senken. "Das entspricht 115 nicht gefällten Bäumen", erklärt Horlemann. Als Lichtquelle der Zukunft wird die LED-Lampe gehandelt. Momentan ist diese jedoch noch nicht von wirtschaftlichem Interesse. Aber auch darauf sind die neuen Laternen vorbereitet: Sie könnten problemlos auf LED umgerüstet werden.

Gekostet hat die Stadt die Umrüstung circa 455.000 Euro brutto. Dabei finanziert sich das Projekt nicht nur durch die Ersparnisse, sondern auch mithilfe von Fördermitteln der Klimaschutzinitiative des Bundes. In vier Jahren müssen die neuen Birnen wieder gewechselt werden - das ist aber im genannten Preis schon inbegriffen.

"Mit dieser Umrüstung ist es uns gelungen, Einsparungen beim Stromverbrauch zu erreichen und gleichzeitig dem Sicherheitsbedürfnis unserer Bürger gerecht zu werden", freut sich der Bürgermeister.

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